28.10.2013

Katze ist nicht gleich Katze


Die Wildkatze ist in Deutschland und in Bayern wieder auf dem Vormarsch, meldete das Bundesamt für Naturschutz in der vergangenen Woche. ??215 sichere Nachweise von Wildkatzen seien dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) im vergangenen Winter allein in Bayern gelungen. Die Inventur ist Teil eines umfangreichen Wildkatzen-Schutzprogramms des BUND.??

Das erinnerte mich daran, dass ich einmal für „Fressnapf“ einen redaktionellen Text über die Wildkatze verfasst habe. Die wilde Samtpfote ist nämlich ganz interessant! Hier ein paar Auszüge – für den Fall, dass ihr im Wald einmal einer Wildkatze begegnet ...

Obwohl das sicher selten vorkommt, denn Wildkatzen sind sehr scheu und kaum in freier Wildbahn anzutreffen. Die Wildkatze, die wir in unseren gemäßigten, europäischen Breiten vorfinden, stammt wirklich von hier. Ganz anders unsere Hauskatze, die von der afrikanischen Falbkatze abstammt und sehr wahrscheinlich von den Römern importiert wurde. Deshalb unterscheiden sich Wild- und Hauskatze nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrem Verhalten. Wildkatzen sind typische Einzelgänger, die sich nach der Paarung sofort wieder vom Partner lösen und deren Nachkommen schon nach wenigen Monaten selbstständig sind. Sie leben in dichtem Laub- oder Mischwald und gehen nachts auf die Jagd nach Kleinsäugern wie Mäusen. Wenn sie im Winter unter einer Schneedecke die Nager nur schwer ausfindig machen können, werden ihnen auch Hasen, Eichhörnchen oder Vögel zur Beute.

Und wie unterscheiden sich Wildkatzen rein äußerlich von unseren zahmen Samtpfoten? Am meisten Ähnlichkeit haben sie mit einer grau-braun getigerten Hauskatze, da ihr Fell gelbgrau bis ockerfarben ist und dunkle Streifen aufweist. Das Muster ist bei den Wildkatzen eher verwaschen als klar. Und ihr Fell ist viel länger, was übrigens auch auf die ganze Katze zutrifft, die fast einen Meter in der Länge messen kann. Charakteristisch bei einer Wildkatze sind ihr buschiger Schwanz, der in der stumpfen Spitze schwarz endet, ein weißes Kinn und ein weißer Fleck im Kehlbereich. Auch ihr Kopf und ihre Beine sind kräftiger als bei einer normalen Hauskatze.

Der natürliche Lebensraum der Wildkatze ist im Laufe der Zeit immer weiter zurückgegangen und mittlerweile auf „Inselgebiete“ in Europa und Südwestasien beschränkt. Der Grund: Waldgebiete wurden immer mehr durch Verkehrswege, Siedlungen oder landwirtschaftliche Flächen ersetzt beziehungsweise unterbrochen. So war es den Wildkatzen, die zur Paarung schon mal weite Wege zurücklegen, kaum möglich, in neue Gebiete vorzudringen. In bestimmten Regionen Deutschlands galten sie deshalb schon lange als ausgestorben. Lediglich in einigen Mittelgebirgen wie Eifel, Hunsrück oder Harz waren sie noch zu finden. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) initiierte vor fünf Jahren das „Rettungsnetz für die Wildkatze“: Mit ihm sollen Wildkatzenwälder über breite grüne Korridore länderübergreifend miteinander verknüpft werden, um die Population zu erhöhen und zu stabilisieren.

Weitere Infos und Bilder unter www.wildkatze.info


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