23.06.2012

Kleiderschrank ausmisten – Tag 3, 4, 5, ...


Seitdem mein Schrank an einer Wand steht, schaffe ich es erfolgreich, ihn nicht einzuräumen. Jedenfalls ist mir das noch nicht ganz gelungen. Einen Tag habe ich vollständig pausiert. Gestern widmete ich mich mal wieder eine Stunde lang den Textilhügeln auf dem Boden. Vorher machte ich den Kleiderschrank innen noch sauber. Dann fing ich an einzuräumen.

Hätte ich nicht diesen Blog hier, hätte ich vermutlich einfach alles Restliche wieder auf den alten, angestammten Platz gelegt. Doch ich sehe mich in der Pflicht, es diesmal anders zu machen und auch mir gegenüber ehrlich zu sein. Also setzte ich mich zum ersten Mal seit vielen Jahren hin und machte mir Gedanken über Bettwäsche, mit der ich schon lange nichts mehr anfangen kann. Ich habe keine Ahnung mehr, aus welcher Zeit diverse Matratzenüberzüge in Größe 150x200 cm stammen – jedenfalls passen sie längst nicht mehr zu meinem Bett. Sie sind jedoch gut erhalten, und ich dachte immer: „Brauchst du vielleicht mal für ein Gästebett oder so.“

Nun saß ich da, meine Schoner auf dem Schoß, und dachte nach: „In den Container? Nein, viel zu schade. Vielleicht kann die Martha was damit anfangen? Etwas daraus nähen? Nein, das ist irgendwie nicht angebracht. Mensch, was könnte ich denn damit machen, damit ich das Zeug nicht wegschmeißen muss?“, fragte ich mich verzweifelt. Mir fiel nichts ein. Ähnlich erging es mir mit Bettzeug, das sich einmal als Fehlkauf entpuppt hatte. Ich hatte übersehen, dass es gar nicht meine Größe hatte, und umtauschen wollte ich es nicht, weil ich es schon komplett ausgepackt hatte. Zwischenzeitlich hatte ich es mal als Malunterlage verwendet. So sieht es dann auch aus. „Aufheben? Nein, weg damit ...“

Ein paar andere Sachen fotografierte ich, um sie verkaufen zu können. Und auch mein „Verschenken“-Stapel wuchs wieder um Teile an, die mir einfach nicht mehr passten. Als meine Tochter zwischendrin mal ins Zimmer kam und meine Anprobe kommentierte mit: „Mama, du siehst aber komisch aus!“, wusste ich: Auch dieses Kleidungsstück hat die längste Zeit in meinem Schrank verbracht ...

So werde ich dann vermutlich noch eins, zwei Tage brauchen, um die neue Ordnung wiederherzustellen. Trotzdem: Mein Projekt endet hier. Wenn ihr ein ähnliches startet, berichtet doch einfach davon!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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