20.02.2015

Klosterweisheit: Glück, das ist Zufriedenheit!


Am Mittwoch waren Radio und Fernsehen gut bestückt mit Beiträgen rund ums Fasten und Verzichten. Eher zufällig blieb ich am Bildschirm hängen, als der Kindersender KIKA in der Sendung KIKA live den Reporter Ben ins Schweigekloster schickte. Dieser ließ sich erst einmal erklären, ab wann das Schweigen beginnt und wie er sich dann wo zu verhalten hat.

Sein Ansprechpartner Alexander, von Ben lässig „Chef“ genannt, machte zwei Aussagen, die mir imponiert und mich zum Nachdenken angeregt haben. Aussage eins bezog sich auf Bens Basecap, das er bitte ausziehen solle, wenn es in die Schweigerunden geht. Der Grund: Das lenke die anderen zu sehr ab. Alles, woran der Blick und die Gedanken sich anheften können, stört beim Achtsamkeitstraining. Denn dabei kommt es darauf an, nur das bewusst zu tun, was man gerade tut. Also zum Beispiel essen oder gehen.

Ich übertrage das jetzt mal auf das normale Leben und unser Zuhause: Je mehr Krimskrams und Krempel, desto größer die Zerstreuung. Das klingt einleuchtend!

Die zweite Aussage vom „Chef“, die mir in Erinnerung geblieben ist, kann ich thematisch nicht mehr genau zuordnen. Ich vermute, es ging um das Schweigen generell. Sinngemäß sagte Alexander, dass wir praktisch immer nach etwas Besserem streben. Wenn wir zum Beispiel ein Ziel erreicht haben, schauen wir, ob es nicht noch ein besseres gibt. Dann suchen wir nach dem Weg, der dort hinführt. Das heißt, wir kommen niemals zum Punkt, den wir glauben anzustreben, weil unser Kopf immer noch etwas Tolleres für uns parat hat. Das liegt wohl in unserer Natur.

Ist das nicht entmutigend? Die Lösung heißt für mich: einfach zufrieden zu sein mit dem, was man hat, was man erreicht, was man ist. Auch Alexander sagt’s und Ben erkennt’s: Glück, das ist Zufriedenheit!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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