12.06.2013

Kräutersalz und Wassermassen


Eigentlich wollte ich einen Beitrag über Kräutersalz schreiben. Dass es so einfach ist, welches selbst herzustellen. Doch während ich mir Gedanken über einzelne Formulierungen mache, bringen Wassermassen in anderen Teilen dieses Landes die Menschen an ihre Grenzen. Vorgestern saß ich zwei Stunden unzufrieden vor dem Bildschirm, unschlüssig, ob ich nun über Hochwasser oder mein geplantes Thema schreiben soll. Der Zufall spielte mir dann ein neues Thema zu.

Es fällt mir ganz eindeutig schwer, normal weiterzumachen. Denn hier in meiner Region ist zumindest augenscheinlich alles in Ordnung. Keine Straßen unter Wasser, kein Schulausfall, keine Sandsäcke, Notstromaggregate, Pumpen oder Leute in Schwimmwesten. Ich würde gerne Anteil nehmen und bin dazu doch viel zu weit entfernt von dem, was die Betroffenen und Helfer gerade mitmachen. Eine Freundin riet mir: „Gib den Menschen doch Einfühlung.“ Ich antwortete: „Das fällt mir schwer, weil ich mir kaum vorstellen kann, wie es ist, wenn das Haus bis in die Wohnräume unter Wasser steht.“

Als ich eine Bekannte traf, deren Verwandtschaft in Dresden wohnt, fragte ich sie vorsichtig: „Und? Sind deine Leute schwer betroffen?“ „Nein, gar nicht, die haben kein eigenes Haus und wohnen alle hoch oben, im 3. Stock oder so.“ Das ist also auch Dresden.

So arbeite ich dann weiter, ganz normal und ziemlich weit weg von den Katastrophengebieten. Es ist mein Job. Ich wende mich wieder dem Kräutersalz zu. Denn meines wird bald leer sein, und die Herstellung ist simplify: Die pflanzlichen Bestandteile müssen vorher nicht zwangsläufig getrocknet werden! Das Salz entzieht ihnen Feuchtigkeit und konserviert sie.

Die Kräuter der Wahl werden also gewaschen, sanft trockengetupft, mit dem Wiegemesser zerkleinert und dann mit dem Salz meiner Wahl vermischt. Als Faustregel gilt: jeweils dasselbe Volumen an Salz bzw. Kräutern verwenden, also z. B. 1 Tasse Kräuter auf 1 Tasse Salz. Das Ganze luftdicht verschließen und fertig ist das Kräutersalz! Wer möchte, kann die Mischung auch einige Tage nachtrocknen lassen (einfach in einem Teller, mit einem Tuch abgedeckt, z. B. in der Küche) und/oder ein paar Reiskörner dazugeben. Je nach gewünschter Feinheit wird das Salz im Zerkleinerer gemahlen.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, trockene Kräuter mit Salz zu vermengen. Das ist eine gute Alternative, wenn das Kräuterregal mal wieder auszumisten ist. Der Experimentierfreude sind praktisch kaum Grenzen gesetzt.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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