10.04.2012

Küchenhelfer oder überflüssig?


Wenn ich für simplify.de über Alltagshelfer nachdenke, bin ich gedanklich ganz schnell in der Küche: Dort gibt es einfach viele Dinge, die einem das Leben leichter machen sollen. Die Betonung liegt auf „sollen“, denn unter den Küchenutensilien tummeln sich oft auch solche, die Potenzial zum Entrümpeln bieten.

Bei mir wären das aktuell z. B. ein elektrischer Teebereiter, der sich als Fehlkauf erwies, ein „Heißer Stein“, den ich „irgendwann endlich einmal benutzen will“ oder der Kontakt-Grill, den ich schon fast vergessen habe. Vom geschenkten Eierkocher, Fondue-Set und Sandwichtoaster habe ich mich schon vor langer Zeit getrennt. Doch auch dazu habe ich einige Jahre gebraucht.

Die Online-Community Spin.de hat unter rund 3.000 Mitgliedern eine Umfrage gemacht, welche Haushalts- und Küchengeräte sich die Bundesbürger angeschafft haben, um sich die Arbeit zu erleichtern und die dann kaum oder gar nicht eingesetzt werden. Und siehe da: Mehr als 86 % aller Nennungen entfallen auf Kochhilfen!

Hier die Top 5 der nutzlosesten Küchengeräte:

   1. Eierkocher 6,99 %

   2. Handmixer 6,57 %

   3. Toaster 6,53 %

   4. Brotbackautomat und Mikrowelle je 5,01 %

   5. Sandwichmaker 4,62 %

Die Prozentangaben sind nicht sehr hoch, was auf wenig Deckung schließen lässt bei den persönlichen Ladenhütern … Aber interessant ist das allemal: Von Nr. 1 und Nr. 5 habe ich mich ja bereits verabschiedet. Die 2 und 3 nutze ich beide regelmäßig. Meinen Brotbackautomaten habe ich einer Freundin geschenkt, die damit täglich zweimal Brot gebacken hat, so lange bis der Automat nach einem Jahr intensivster Nutzung ächzend aufgab. Man merkt: Ob eine Sache brauchbar ist oder nicht, hängt doch entscheidend von ihrem Nutzer ab!

Spin.de spekuliert indes darüber, ob das Ergebnis der Umfrage darauf hindeutet, dass immer weniger selbst gekocht wird, oder ob einfach grundlegende Gerätschaften ausreichen, um Kulinarien auf den Tisch zu zaubern. Viele Teilnehmer ergänzten ihre Antworten um Ausführungen, die auf Letzteres hindeuten: Wozu beispielsweise ein elektrisches Fleischmesser, wenn das „analoge“ Werkzeug denselben Dienst verrichtet - noch dazu oftmals besser?

Ja, es ist eben alles Ansichtssache. Ich besaß einmal zwei elektrische Messerschleifer. Es war sogar dasselbe Modell. Keines davon habe ich je benutzt. Als ich neulich die Wohnungsauflösung vorbereitete, nahm ich einen alten Wetzstahl mit. Der reicht für meine Zwecke sicherlich aus. Auch dem alten elektrischen Fleischmesser bin ich dort begegnet. Meine Großeltern nutzten es immer an Familienfeiern zum Schneiden des Bratens. Im „Normalbetrieb“ tat es auch das „analoge“ Werkzeug.

Zu unterscheiden ist sicher auch zwischen Geschenken, die man sich niemals selber kaufen würde, Geschenken, die man sich schon immer gewünscht hat, oder Alltagshelfern, die man sich selbst anschafft, weil man glaubt sie zu brauchen. Fest steht: Belasten sollten wir uns nicht mit Hausgeräten, die wir niemals zur Hand nehmen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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