15.12.2011

Kundinnen, wundert euch nicht!


Gestern waren es die Kundinnen, die dem Weihnachtsstress erlagen, heute scheint es wohl eher die Verkäuferin zu sein. Im Netz bin ich über folgende Geschichte gestolpert, die sich Anfang dieser Woche zugetragen hat:

Dialog beim Bäcker:

Kundin: „Ich möchte ein Baguette bestellen und später abholen.“

Verkäuferin: “Wann denn?“

Kundin: „So zwischen viertel vor fünf und fünf.“

Verkäuferin: „Wann denn genau, wissen Sie, ich muss das für meine Kollegin aufschreiben.“

Kundin: „Um zehn vor fünf bin ich hier.“

Verkäuferin: „Also so genau kann ich das jetzt auch nicht machen, die Kollegin muss das Baguette ja vorbereiten!“  

Ich war zwar nicht dabei, kann mir aber gut vorstellen, dass sowohl die Kundin als auch andere Zuhörerinnen sichtlich verwirrt waren ...  

Eigentlich hat die Verkäuferin die Bestellung für ihre Kollegin so gut wie möglich vorbereiten wollen. Und plötzlich kippt das Ganze. Ich frage mich wieso und wage folgende These aufzustellen:  

Die Verkäuferin ist es gewohnt, in Zeitangaben zu denken, die in dieser Region in Baden-Württemberg gebräuchlich sind. Zum Beispiel: Viertel vor fünf ist hier dreiviertel fünf (für: ein Dreiviertel der fünften Stunde). Und viertel fünf (für: ein Viertel der fünften Stunde) ist viertel nach vier. Zehn vor fünf ist fünf Minuten nach dreiviertel fünf. Also ich lebe schon mehr als zehn Jahre hier und habe das System immer noch nicht verinnerlicht! Ich muss dabei immer zurückdenken (so kommt es mir vor) und dann wieder vorwärts. Das ist mir zu kompliziert. Vor meinem inneren Auge will sich dazu einfach kein spontanes Bild einstellen.  

Aber zurück zu meiner These: Die Verkäuferin hört also „viertel vor fünf“, setzt es im Kopf aber um in „viertel fünf“. Demnach lägen zwischen viertel fünf und fünf tatsächlich lange 45 Minuten.  

Um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften, steige ich an dieser Stelle lieber aus! Es ist schließlich schon viertel eins!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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