01.03.2016

Lampenfieber statt Dekowahn


Das Leben ist doch immer ein kleines Abenteuer: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich wollte am Wochenende, angeregt durch den Fasten-Entlasten-Kurs, meine Oster-Deko-Kiste inspizieren. Ich habe schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr österlich dekoriert. Ob das damit zusammenhängt, dass mir meine Oster-Deko nicht mehr gefällt? Das wollte ich prüfen.

Doch irgendwie sind wir gerade im Lampenfieber! Nachdem unsere Stromrechnung gestiegen ist und wir neulich eine Glühbirne austauschen mussten, haben wir beschlossen, nach und nach alle Birnen und Energiesparlampen durch LEDs zu ersetzen. Was wir vor kurzem erst begonnen hatten, setzten wir am Wochenende fort – und so kam es, dass ich statt Deko-Kiste eine Lampen-Kiste mit mir herumschleppte.

Ich habe rigoros den Glühbirnen- und Energiesparlampenvorrat eingesammelt, verbliebene Birnen aus nicht verwendeten Lampen geschraubt und alles in eine gepolsterte Kiste gepackt. Mit Rotstift steht drauf, was drin ist. Ein breites Packband hält die Kiste zusammen, die nur noch entsorgt werden muss.

Ihr merkt: Es läuft! Auch wenn ich mich die vergangenen drei Wochen mit anderen Ordnungsthemen befasst habe: Ich bleibe dran und bin motiviert, Dinge anzupacken.

Doch ein Problem möchte ich noch ansprechen, weil Ordnungsfex Antje mir dazu eine wertvolle Antwort geschickt hat: Bei mir bleibt immer etwas übrig! Ich bin sicher, mir begegnet demnächst irgendwo eine Glühbirne, die übersehen wurde. Genauso, wie immer irgendein Weihnachtsengelchen oder Osterei nach dem Wegräumen der Deko übrigbleibt.

Ich war etwas erleichtert, als Antje schrieb: „Ja, das kenne ich!“ Während ich mich bisher immer darüber geärgert habe, wählt Antje inzwischen einen anderen Weg: Sie zeigt sich selbst gegenüber Nachsicht! „Ich vergesse etwas wegzuräumen – na und? Wieder ist ein Stück liegengeblieben und die Kiste ist schon im Keller – na und? Das Vergessen oder besser ausgedrückt ‚Übersehen’ hat nichts mit Unfähigkeit zu tun. Mir scheint, die Dinge machen sich irgendwie unsichtbar, denn ich kann mich erinnern, dass ich schon jede Ecke der Wohnung abgegangen bin und doch noch etwas übersehen habe.“

Antjes Fazit: „Weg mit dem Ärger und vor allem mit der Selbstkritik. Wenn die Dinge ihren Platz haben, ist es auch kein Problem, beim nächsten Kellergang das vergessene Stück mitzunehmen und in die Kiste zu räumen. Die Gedanken sind in diesem Fall viel schlimmer, als das eigentlich Passierte.“

Na, wenn das keine Ermutigung ist, sich schöne Deko-Kisten zu packen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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