13.07.2013

Lebensmittel, die verführen


Viele kennen es: Obwohl der Hosenbund immer mehr kneift, das Treppensteigen deutlich schwerer „als früher“ fällt und Kreativität beim Schuhe zubinden gefragt ist, weil beim Bücken der Bauch im Weg ist, wird nicht aufgehört: Gerne gönnt sich „die Naschkatze“ im Laufe des Tages die zweite Tafel Schokolade sowie das dritte Stück Kuchen und sondiert ab 22 Uhr mit dem Löffel ausgiebig das verführerische Glas Nuss-Nougat-Creme …

Ich gebe zu: Als ich diesen ersten Abschnitt einer Pressemitteilung des Uniklinikums Ulm las, fühlte ich mich irgendwie angesprochen. Bis auf die Nuss-Nougat-Creme. Bei mir wäre es eher die Eiscreme aus dem Gefrierschrank ...

Warum ist das so? Warum fällt der Verzicht auf übermäßiges Essen so schwer, gelingt es vielen Menschen also nicht, die Kalorienaufnahme einzuschränken? Schließlich weiß der Übergewichtige bei rationaler Betrachtung ja, dass er sich gesundheitlich gesehen überhaupt keinen Gefallen tut. Diesen Fragen ist Dr. Belinda Lennerz aus der Sektion Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin nachgegangen. Das Ergebnis ihrer am Harvard Children’s Hospital Boston (USA) durchgeführten Studie: So genannte raffinierte Kohlenhydrate (solche mit einem hohen glykämischen Index) aktivieren Suchtzentren im Gehirn. Vermeidet man diese Kohlenhydrate, kann das dazu beitragen, die suchtartigen Heißhungerattacken einzuschränken. „So lässt sich eine Gewichtsreduktion leichter und auch dauerhafter realisieren“, kommentiert Lennerz.

Ich erinnere mich dunkel, dass es so etwas wie eine Glyx-Diät gibt. Aber zunächst will ich wissen, welche Lebensmittel einen hohen glykämischen Index haben: Reife Bananen zum Beispiel, sogar Kartoffeln, gekochte Möhren und Wassermelone. Au weia, diese galten für mich bisher stets als „gesund“! Hier gibt es eine Übersicht zu den Glyx-Werten, sortiert nach Lebensmittelgruppen. Und schon sind wir damit auch schon bei der Glyx-Diät von der Ökotrophologin Marion Grillparzer angelangt.?? Diese wird unter anderem kritisiert dafür, dass es nicht erwiesen ist, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit hohem glykämischem Index ansteigt und danach rasch wieder abfällt (was für verstärkten Hunger sorgt). Dr. Belinda Lennerz konnte das in ihrer Studie jedoch belegen. Außerdem aktivierte Ihr Testdrink mit dem hohen glykämischen Index das Belohnungssystem im Gehirn. Das kann ebenfalls Folgen für das Essverhalten und die Figur haben, wie wir wissen oder uns denken können ...

Tja, irgendwie bin ich nun so schlau als wie zuvor. Kartoffeln weglassen? Ich wollte sie eigentlich wieder mehr in den Speiseplan aufnehmen. Mich an Wurst und Fleisch sattessen? Auf Wassermelone verzichten, die doch zu rund 96 % aus Wasser besteht? Ob das mit dem Glyx wirklich die einfachste Lösung ist? Ich würde mich eher für eine allgemein gesunde Ernährung entscheiden. Bleibt nur noch die Frage, wie ich sie definiere ... und wann ich damit beginne ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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