08.09.2013

Leinenfreiheit


Inzwischen ist viel Zeit vergangen – in der ich Tag für Tag unsere Wäsche gewaschen habe. Gut, es waren nur 4 Tage seit meinem Entschluss, dass ich diese Haushaltsaufgabe nun täglich erledigen will. Doch es reicht aus, um kurz Bilanz zu ziehen:

Vorneweg bin ich froh auf dem Land zu leben in einem alten Bauernhaus mit ausreichend Platz für die (eigene) Waschmaschine. Ich wüsste nicht, wie ich mit einem zugewiesenen Waschtag alle 14 Tage das Waschen erledigen sollte (wie im Forum berichtet). Obwohl ich vermute, dass es ein Umstand ist, an den man sich gewöhnen kann (und wohl auch muss).

Auch die Zeiten, in denen ich meine Schmutzwäsche irgendwo hintragen musste, um sie gewaschen zu bekommen, vermisse ich nicht. Als Studentin war das okay, inzwischen ist mir die eigene Maschine am liebsten.

Seit Donnerstag habe ich konsequent jeden Tag eine Maschine befüllt und versorgt: Die Schmutzwäsche habe ich jeweils am Vorabend schon gerichtet. Am nächsten Morgen brachte ich sie zur Maschine, im Laufe des Tages hängte ich sie auf, zuvor die Wäsche vom Vortag ab. Diese legte ich gleich zusammen. Nur das Bügeln ersparte ich mir. Für zwei Teile pro Maschine (wenn überhaupt) lohnt sich das ja nicht ...

Fazit: Der Arbeitsaufwand ist tatsächlich überschaubar. Das Auf- und Abhängen lässt sich mit mehr Motivation erledigen, weil es nur 1 Wäschekorb ist und nicht 4. Diesmal habe ich stets alles von der Leine abgehängt. Sonst ließ ich immer irgendetwas hängen: die Decke von meiner Mutter, die ich ihr zurückgeben will, die geliehenen Kindersachen von einer Freundin, die ich extra beiseite legen muss, das Hemd, das ich bügeln sollte, bevor es ganz zerknittert, die Kinderhose, bei der ich den Flicken noch annähen muss, und so weiter. Nein, diesmal waren die Leinen leer, bevor ich sie neu bestückte.

Eigentlich war das eine runde Sache, lediglich heute am Sonntag hing ich ein wenig durch und wollte mich vorm Waschen drücken. Macht nichts. Ich finde, den Sonntag kann ich in Zukunft ruhig auslassen. Ich glaube ohnehin nicht, dass ich täglich eine Maschine füllen kann. Also verlagere ich das auf die Werktage. Als Freiberuflerin mit Home-Office fällt es mir leicht, das in den Tagesablauf zu integrieren. Und wenn ich mal nicht da bin, programmiere ich die Maschine so, dass die Wäsche erst fertig ist, wenn ich wieder daheim bin. Soweit die Theorie ...

Ein weiterer Vorteil ist: Ich benötige weniger Leinen-Meter als vorher! Der entscheidende Nachteil ist wirklich das Bügeln. Meine letzte Bügel-Aktion habe ich genossen – mit einem neuen Hörbuch, dass ich gleich zweimal abspielte. Nach dem neuen System müsste ich gleich das Eisen anschmeißen – oder aber einen ganzen Korb ansammeln. Womit ich eigentlich einen System-Fehler begehen würde.

So, nun mache ich aber Feierabend – eine Waschladung will noch auf die Leinen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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