09.08.2013

Lohnt sich die Aufschieberitis etwa?


Drei Monate lag es auf meinem Schreibtisch - immerhin! Nicht jedes Schriftstück findet den Weg dorthin. Die Rede ist von einem mehrseitigen Formular einer Behörde, das ich ausfüllen sollte. Ich hatte ein ähnliches Formular schon einmal erhalten und inklusive aller Daten zurückgesendet. Diesmal streikte ich. Von den angegebenen Fragen und Feldern verstand ich nur die Hälfte - wenn überhaupt! Das Formular betraf nicht einmal primär mich selbst. Meine Motivation war also gleich null.

Als ich jetzt meinen Schreibtisch aufräumte, begegnete mir das Formular wieder. Ich beschloss, in die Offensive zu gehen. Ich wollte die zuständige Sachbearbeiterin anrufen. Das tat ich dann auch die folgenden fünf Tage. Am ersten Tag war es gerade eben 12:01 Uhr, als ich las, dass man dort telefonisch nur bis 12 Uhr zu erreichen sei. An den Tagen später war entweder besetzt oder es nahm niemand ab.

Vorgestern kam ich endlich durch. Es meldete sich gleich die richtige Sachbearbeiterin. Habe ich eigentlich schon einmal über die Wirkung von Stimmen geschrieben? Das sollte ich mir in meinem Blog-Themenplan vermerken. Denn manchmal sagt eine Stimme schon alles aus, meint man zumindest ... Jedenfalls schilderte ich ihr den Sachverhalt und sagte ganz offen: „Ich verstehe nicht das, was ich hier ausfüllen soll!“ Sie: „Ich auch nicht. Die Akte ist längst im Archiv.“ Wir tauschten noch ein paar Daten und Worte aus. Dann sagte sie, dass sich die Sache wohl schon erledigt habe. Archiv ist Archiv.

Gut für mich! Das Aufschieben hat sich also gelohnt! In meinem Unterbewusstsein dümpelte diese Angelegenheit allerdings stets als unerledigt herum. Immer, wenn ich dem Formular auf meinem Schreibtisch begegnete, überkam mich ein schlechtes Gewissen. Die Mahnung „Kümmere dich endlich darum!“ schwebte bedrohlich über mir. Das ist der Preis fürs Aufschieben! Und auf der anderen Seite, bei der Behörde, wird mein Aufschieben sicher auch Auswirkungen gehabt haben. Uiuiui ...


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!