17.01.2014

Luft anhalten! Bauch einzieh'n!


Als Kind der 1970er-Jahre habe ich logischerweise auch Freunde, die in dieser Zeit groß geworden sind. An runden Geburtstagen lässt man es bekanntlich so richtig krachen – und deshalb werde ich immer mal wieder zu 70er-Jahre-Motto-Partys eingeladen. Bei der letzten Motto-Party hatte ich doch glatt das Motto verpennt. Als ich auf den Hof der Gastgeber fuhr und mich ein 1,90-Meter-Mann mit Langhaar-Perücke und kniehohen Plateau-Stiefeln empfing, war ich doch sehr irritiert. Auf der Einladung, die schon 4 Monate vorher verschickt wurde, stand wohl geschrieben, dass man gerne im Look des Geburtsjahrzehnts kommen kann. „Schade!“, dachte ich. „Das hätte mir Freude gemacht!“

Dann folgte wieder eine 70er-Party, und ich näherte mich dem Look etwas mehr an. Diesmal mit einer Original 70er-Sonnenbrille und toupierten Haaren. Nun ist es wieder soweit: Die nächste Seventies-Party steht an! Zu dieser Gelegenheit will ich mich in die Schlaghosen schmeißen und irgendwelche schrecklichen Farben und Muster kombinieren – so der Plan. Denn mein erster Impuls war: Originalität! Also schaute ich im Internet nach gebrauchter, echter Vintage-Ware. „Vintage“ ist ja heute „in“, umfasst den Mode-Stil aus den 1930er- bis 1970er-Jahre, manchmal auch bis in die 80er und 90er hinein.

Was mir da so alles begegnete! Erinnert ihr euch noch an die Hosen-Röcke, die wir Mädchen und Frauen eine Weile trugen? Oben Hose, unten wie ein Rock! Das war mein Hauptkleidungsstück als junges Mädchen! Dann diese schrecklichen Bundfaltenhosen! Das geht dann schon Richtung 1980er-Jahre ...

Tja, und mit den Schlaghosen sieht es leider schlecht aus. Nicht, dass es keine geben würde. Nein. Aber die Haupt-Kleidergröße beträgt 34! In Größe 34 passte ich schon als Jugendliche nicht mehr rein! Ich erinnere mich noch gut, dass ich in meiner Jugend Samt-Schlaghosen, knallrote Overalls und geblümte Westen aus dem Kleiderschrank meiner Mutter angelte und gerne mal aus Spaß getragen hätte. Doch Pustekuchen! Die Hosen gingen nicht mal mehr über die Oberschenkel – und meine sind nicht besonders füllig ...! Die müssen damals alle spindeldürr gewesen sein!? Wirklich, es gibt keine Vintage-Hose, die der heutigen Größe 40 oder 42 entspricht! Jedenfalls nicht nach meiner Suche.

Die einzige Rettung: Kostüm-Shops. Doch das kann ja jeder. Mal sehen, was mir bis dahin noch einfällt. Früher bin ich mit meiner Freundin immer ins Sozialkaufhaus gegangen – ich enthalte euch jetzt vor, welchen Namen wir vor 20 Jahren dafür hatten – und wir haben dort etwas Passendes ausgesucht. Vielleicht ist das noch eine Option! Oder ich steige um auf ein Kleid. Kleider gibt es in großen Größen. Vermutlich waren die größeren und fülligeren Damen in den 70ern dem guten alten Kleid oder Rock treu geblieben ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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