16.08.2011

Lust auf Umzug?


3,4 Mal ziehen die Deutschen in ihrem Leben um (laut "Deutsche Annington"). Ich liege mit acht Umzügen weit überm Durchschnitt: 4-mal während der Studentenzeit, danach ebenfalls 4-mal – und der letzte war nicht mein letzter Umzug! Statistisch liege ich also daneben, aber ich habe jede Menge Erfahrung gesammelt!

Und die will ich jetzt einmal abgleichen mit den neusten Umfrageergebnissen des Immobilienportals immowelt.de. Hier die Top-9-Liste der nervigsten Umstände beim Umziehen:

1. Schlepperei: 20 %

2. Renovieren der alten Wohnung: 17 %

3. Behördengänge: 16 %

4. Ab- und Aufbauen der Möbel: 10 %

5. Kistenpacken: 10 %

6. Warten auf Handwerker: 7 %

7. Kleinigkeiten-Sammelsurium, das man beim Packen findet: 6 %

8. Ausreden von Bekannten, die nicht helfen wollen: 5 %

9. Beladen des LKW: 1 %

1. Schlepperei: Die selbsternannten Packesel aus meiner Familie verdrehten nach dem 5. Umzug stöhnend die Augen, wenn neuer Wohnraum von mir in Aussicht gestellt wurde. Deshalb bin ich beim 8. Umzug dazu übergegangen, bezahlte Helfer schleppen zu lassen. Meine Familie dankte es mir!

2. Renovieren der alten Wohnung: Es war meine allererste Wohnung. Mein damaliger Freund meinte, wir könnten das schon fachgerecht alleine weißeln. An einem regentrüben Tag in einer dunklen Wohnung strichen wir mal hier, mal da. Mit dem Ergebnis waren wir im noch feuchten Zustand sehr zufrieden. Leider war es der Wohnungsverwalter nach der Trocknung nicht. Wir hatten die Wahl: Entweder noch mal alles abkleben, -decken und streichen oder den Fachmann bezahlen. Aus Angst vor erneuter Pleite und wegen sich sträubender Nackenhaare beim Gedanken an einen Bonuseinsatz taten wir Letzteres. Ich schwöre auf Mietvertragsklauseln wie "Renovieren beim Einzug". Das ist doch viel motivierender!

3. Behördengänge: Wie lange dauerte es nach dem 7. Umzug noch mal, bis ich mein Auto umgemeldet hatte? Ich schweige besser ...

4. Ab- und Aufbauen der Möbel: Mein altes Küchenbüffet, das mich jetzt schon 4-mal begleitet hat, ist immer noch stabil. Was ich von den Selbstaufbau-Möbeln der neueren Generation nicht behaupten kann. Etwas Schwund ist immer. Und zeitraubend ist es. Außerdem ist es so schwer zu akzeptieren, dass der Schrank, so wie er jetzt steht, auch im neuen Heim wieder stehen soll. Warum also muss ich ihn auseinanderbauen??? Es muss sein. Aus Zeit- und organisatorischen Gründen habe ich mir auch dafür beim 8. Mal einen Helfer geleistet.

5. Kistenpacken: Das macht Spaß! Seit ich im simplify-Team bin jedenfalls. Von Mal zu Mal werde ich professioneller. Und das Ausmisten tut so gut!

6. Warten auf Handwerker: Ja, ist lästig, das muss ich zugeben. Vor allem dann, wenn man einen Handwerker in der alten und einen in der neuen Wohnung erwartet. Da kann es schon mal zu stresserzeugenden Überschneidungen kommen ...

7. Kleinigkeiten-Sammelsurium: Oh, ein Graus! Bei jedem Umzug liegt am Ende ein Häufchen nicht zuordenbarer, nicht kümmernswerter Dinge im Raum. Ich habe schon längst abgeschaltet, will nicht mehr. Aber diese Dinge fragen penetrant: „Und was ist mit uns?“ Da hilft nur eins: Beim Packen wirklich gut ausmisten und sich vom letzten, ungeliebten Rest möglichst schnell verabschieden.

8. Ausreden von Bekannten: Das Problem kenne ich nicht, denn ich habe selten welche gefragt. Sollte ich aber in Zukunft tun ...

9. Beladen des LKW: Das gehört für mich organisatorisch zu Punkt 1. Ehrlich gesagt beneide ich die Beladenden: Es ist eine schöne logistische Herausforderung, sich zu überlegen, welches Möbelstück als erstes rein muss und wie die anderen zu platzieren sind, damit möglichst viel reinpasst und möglichst wenig zu Bruch geht. Herrlich!

Mein Tipp für alle Umzügler: Man nehme sich diese 9-Punkte-Liste und überlege im Vorfeld zu jedem Punkt, wie er simplifymäßig zu lösen ist (siehe hierzu auch die Tipps auf simplify.de). Dann stehen die Chancen gut, dass die Nerven beim Umzug geschont werden!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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