09.01.2014

Mein erster E-Book-Reader


An Weihnachten wollte ich mir einen Wunsch erfüllen. Ich schenkte nicht nur meinen Eltern, sondern auch mir selbst einen E-Book-Reader. „Hoffentlich schenkt uns niemand so etwas!“, sagte eine ältere Bekannte kurz vor Weihnachten zu mir. Die Aussage brachte mich ins Wanken: „Was wohl meine Eltern dazu sagen werden?“ Nun, sie freuten sich. Vor allem freuten sie sich darüber, dass ich so eine Freude mit ihrem Geschenk hatte! Denn mein Reader, der kurz vor Weihnachten eintraf, war nicht funktionsfähig. Ich musste ihn wieder zurückschicken. Und wegen des Weihnachtstrubels vertröstete man mich bis Ende Januar.

Also saß ich an den Weihnachtsfeiertagen mit dem Geschenk meiner Eltern auf dem Sofa und las. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig war das Gerät schon noch. Doch irgendwie machte es Spaß. Ich las und las und las – natürlich erst einmal das Buch, das mein Vater für sich ausgewählt hatte. Und weil ich immer weiterlesen wollte, nahm ich den Reader schließlich sogar mit nach Hause. „Ich brauche ihn sowieso erst, wenn wir in Urlaub fahren“, sagte mein Vater.

Inzwischen liegen zwei E-Book-Reader bei uns im Wohnzimmer. Denn mein Gerät kam doch früher als erwartet. Diesmal voll funktionstüchtig und mit etwas mehr Komfort als das Einsteiger-Gerät meiner Eltern. Ich genieße es, im Dunkeln dazuliegen und dank Hintergrundbeleuchtung trotzdem etwas lesen zu können! Ich schätze es, dass ich einfach die Klappe meiner Schutzhülle aufmache und schon erscheint die Seite, auf der ich gerade war. Wenn mir die Schrift mal zu klein ist, mache ich sie einfach größer. Interessante Textstellen markiere ich und lasse sie mir später als Liste anzeigen. Welches Buch kann das schon? Nur die Grafiken zu lesen habe ich Mühe – die bleiben winzig klein. Dafür gibt es bestimmt auch einen Trick. Ich bin ja noch Neuling.

Was mir allerdings ganz klar fehlt, ist die Haptik eines Buches. Natürlich lässt es sich komfortabler lesen, wenn man nicht zwei Seiten festhalten, umdrehen und umblättern muss. Das geht am E-Reader mit leichtem Fingerdruck. Aber man hat kein Buch vor sich, von dem man sich einen Eindruck verschaffen kann. Ich habe nur einzelne Seiten, keinen Zusammenhang. Ich kann nicht eben mal durchblättern und schauen, was noch kommt. Die Wahrnehmen des Werkes an sich ist eine ganz andere. Mir fehlt das Cover, das ich immer wieder anblicken kann – in Farbe, versteht sich. Irgendwie das Ganze. Es ist schwer zu beschreiben.

Als ich gestern ein paar Buchtipps erhielt und danach stöberte, ertappte ich mich schon dabei, welche davon ich lieber als echtes Buch erwerben möchte. Es ist eben doch nicht so leicht zu ersetzen. Und das ist gut so!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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