31.07.2015

Mein Günter will das einfach nicht! Der innere Schweinehund macht dicht


Heute hatte ich ein interessantes Telefonat. Es ging um Günter. Günter kennt ihr alle: So heißt der innere Schweinehund. Zumindest in dem Buch, das meine Tochter neulich nachträglich zum Geburtstag geschenkt bekommen hat.

Jedenfalls muss es wohl Günter sein, der uns davon abhält Dinge zu tun, die eigentlich wichtig und richtig für uns wären. Wir wissen zum Beispiel, dass es uns gut täte uns besser zu ernähren, uns mehr zu bewegen, weniger fern zu sehen, uns um unsere emotionalen Ausraster zu kümmern und so weiter. Doch wir setzen nichts davon um. Wir schaffen es einfach nicht – außer denen, die in dem Bereich total fit sind! Sie preisen uns das Walken in der Früh, die Paleo-Ernährung, das Lesen toller Sachbücher oder Achtsamkeitsübungen an. Doch an uns prallt das einfach ab. „Wäre schön. Aber nö. Im Moment nicht ...“

Ich warne euch vor: In diesem Beitrag gibt es keine Antwort auf die Frage, warum wir es wider besseren Wissens einfach anders machen. So wie bisher. Vielleicht liegt hier der Schlüssel: Wenn wir uns verändern – ob das nun unsere Ernährung, unsere Aktivität oder unsere Emotionen sind –, wissen wir aktuell noch nicht, wer wir danach sind. Das macht unsicher: „Vielleicht bin ich gar nicht mehr so durchsetzungsfähig, wenn ich meine cholerischen Anfälle los bin?“ Ich bin überzeugt, dass sich ohne cholerischen Anfall mehr bewegen lässt. Das ist die Außenbetrachtung. Aber von innen aus betrachtet, führt das „nicht Wissen, worauf es hinausläuft und was dann noch alles kommt“ zu einer unmotivierten Haltung.

Als wir so darüber redeten, fiel mir eine Situation ein, die ich gestern Abend erlebt hatte: Es war schon 22 Uhr, und ich wollte zwischen Fernsehen und Lesen entscheiden. Ich entschied mich fürs Lesen, hatte ich doch gestern im Sozialkaufhaus zwei neue Romane erworben. Doch es ist schon lange her, dass ich abends ein gedrucktes Buch in der Hand hatte. Und so wurde es dann eher ein kurzer Leseversuch. Denn ich stellte fest: Ich sehe gar nicht mehr gut genug, um die kleine Schrift ohne Anstrengung entziffern zu können!

Diese Erkenntnis traf mich hart. Ich war zwar vor einiger Zeit beim Optiker zum Sehtest und war etwas vorgewarnt. Doch dass es sich binnen weniger Monate so verschlechtert, damit hatte ich nicht gerechnet. Wie ich mich so selbst bedauerte, fiel mir der simplify-Beitrag „Entspannungsübungen für die Augen: Besser sehen ohne Brille“ ein. Hier wird erläutert, wie man seine Augen trainieren kann. Und im selben Moment wurde Günter laut: „Nö! Nicht mit mir. Das müsste ich ja jeden Tag machen!“ Und der Dunja wurde bewusst, dass sie vermutlich nie eine einzige Übung machen wird ...

Buchtipp: Den Günter gibt’s hier bei amazon.de in verschiedenen Ausführungen für Schüler und für Erwachsene.


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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