16.07.2014

Mein neustes Hobby: Mind Mapping


Manche Dinge verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Wie ich feststelle, müssen es nicht einmal die neusten Kniffe sein! Als ich vor zwei Wochen bei einer Freundin zu Besuch war, erzählte sie mir von einem Fund im Bücherregal. Sie hatte ein Buch aus den 1990er-Jahren hervorgekramt über das Mind Mapping. Ihre Augen begannen zu leuchten: „Das ist der Wahnsinn! Plötzlich bekommt alles eine Struktur! Du kannst alles damit anschauen: deine Wochenplanung, deine Partnerschaft, deine beruflichen Ziele und so weiter!“

Ganz aufgeregt erzählte sie mir, wozu sie bereits eine Gehirnlandkarte angelegt hatte. Dass sie es sofort an Freundinnen weitererzählt hat, die nun auch fleißig am mindmappen seien. Was soll ich sagen? Ich fotografierte mir das „alte“ Buch von ihr mit dem iPhone ab, damit auch ich es mir bestellen konnte ... Ich war längst angesteckt!

Von Mind Mapping habe ich natürlich auch schon früher etwas gehört. Ich glaube sogar, dass ich es während des Studiums mal ausprobiert habe. Dann griff ich das Thema eines Tages in einem Newsletter auf und präsentierte einen Beitrag von Tiki Küstenmacher, „Mind Mapping à la simplify“. Eine Leserin meldete sich dazu und beschwerte sich: Mind Mapping sei gar nicht so einfach, wie wir es darstellen würden. Das sei viel komplexer und man könne nicht einfach so eine Mind Map erstellen.

Wisst ihr was? Das hat sich bei mir eingebrannt! „Viel zu kompliziert“, lautete mein Fazit nach diesem Leser-Einwand. Hätte meine Freundin nicht so begeistert davon berichtet, wäre ich vermutlich nie von selbst auf die Idee gekommen, es mal wieder auszuprobieren. Was lernen wir daraus? Schon mit einer kleinen, unbedachten Äußerung können wir anderen und uns selbst den Weg verbauen ...

Wie dem auch sei: Ich habe das alte Buch bestellt und eine neueres gleich dazugekauft. Das Neue stammt im Original zwar auch aus dem Jahr 1989, hat jedoch überzeugende Rezensionen bekommen und landete als erstes in meinem Briefkasten (Ingemar Svantesson, Mind Mapping und Gedächtnistraining). Kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, malte ich meine erste Mind Map.

Gestern dann der ultimative Test: Um ein Interview vorzubereiten, schnappte ich mir einen DIN A3-Malblock meiner Tochter, kramte die bunten Fineliner aus der Schublade, sichtete das Info-Material und legte los. Innerhalb von einer Stunde war das Blatt voll und bunt, meine Fragen an den Interviewpartner standen klar vor meinem geistigen Auge. Jetzt brauchte ich sie nur noch zu notieren, was außerordentlich fix und strukturiert vonstatten ging.

Mein Fazit: Eigentlich hätte ich es wissen müssen! Wann immer ich etwas erklären will, zücke ich Stift und Papier und male wild darauf herum. Das Mapping liegt mir also sehr nahe. Diesmal hatte ich auch den Mind mit an Bord – und heraus kam ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis! Pläne für weitere Mind Maps existieren bereits. Es ist richtig schön, ein solches Instrument wiederentdeckt zu haben!

Na, habt ihr schon ins Bücherregal geschaut, ob ihr auch so einen alten Schatz darin habt?


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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