02.01.2013

Meine Entrümpelungsbilanz


Kaum zu glauben, aber wahr: Als der Umzugsunternehmer Ende Dezember meine Wohnung begutachtete, sagte er doch glatt im Keller: „Hier müssen Sie erst einmal entrümpeln, was?“ Ich war empört! „Nein“, sagte ich selbstbewusst. „So viel ist nicht zu entrümpeln. Das meiste sind leere Kartons!“ Im Kopf ging ich fieberhaft die ganzen Kisten und Regale durch: Sollte er vielleicht Recht haben? Und mit meiner Wahrnehmung liege ich komplett daneben?

Nein, im Großen und Ganzen habe ich meinen Keller in Schuss gehalten. Trotzdem werde ich mich von manchen Dingen noch verabschieden. Im Prinzip habe ich damit vor Weihnachten angefangen – eine schlechte Idee, wie sich herausstellte. Und hier kommt meine ultimative Empfehlung: Kurz vor Weihnachten nichts mehr im Internet verkaufen, was nichts mit Weihnachten zu tun hat!

Ich zum Beispiel wollte einen Testballon starten und ein paar Schuhe verkaufen, das die Second-Hand-Laden-Besitzerin wegen „falscher Absatzform“ zurückgewiesen hatte. Wo ich schon mal dabei war, die Schuhe bei eBay einzustellen, bot ich gleich noch vier Kindersachen zum Verkauf an. Meine Schuhe ersteigerte jemand für 1 Euro. Zwei weitere Sachen gingen ebenfalls für 1 Euro weg. Ein Pulli für 2,55 Euro und ein paar hochwertige Kinderstiefel für 22 Euro. Ich halte mich mal an das Beispiel mit den Damenschuhen: 1 Euro plus 4,10 Euro Versandkosten macht in Summe 5,10 als Einnahme. Abziehen muss ich die eBay-Gebühren und den Versand für exakt 4,10 Euro. Das heißt, die ganze Arbeit habe ich mir für weniger als 1 Euro gemacht! An Weihnachten kommt erschwerend hinzu (deshalb auch meine Empfehlung): In unserem Post-Shop standen die Kunden bis zur Eingangstüre Schlange! Die Pakete, Päckchen und Briefe stapelten sich in der Filiale, und es dauerte eine gefühlte Stunde, bis ich wieder draußen war. Dreimal musste ich in der Woche vor Weihnachten hin, um meine Päckchen zu verschicken!

Das war’s dann wohl zum Thema ausgemistete Schuhe! Ich nahm meinen Sack sowie zwei weitere Ausmist-Kisten aus dem Keller (!) und brachte sie zu einem gemeinnützigen Verein im Nachbardorf – als Sachspende. Dort steht eine riesige Ladenfläche bereit, um alle Spenden für geringe Beträge zu verkaufen. Der Verein unterstützt damit Menschen in Not und mildtätige Organisationen. Hier müssen meine Schuhe hoffentlich nicht lange bleiben. Endlich bin ich sie los! Warum nicht gleich so? Weil ich stets dachte, ich würde dafür noch Geld bekommen ... Nun habe ich anderen etwas gespendet. Das fühlt sich doppelt gut an: Mein Gerümpel ist weg und dient einem guten Zweck!


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!