12.07.2011

Meine Säge ist geschärft


Am Wochenende hatte ich ein paar Stunden Zeit. In meinem simplify Notizkalender standen für Sonntag einige „Verwaltungsaufgaben“: Rechnungen, Steuersachen etc. Bei dieser Gelegenheit rang ich mich dazu durch, meine Säge etwas zu schärfen. Wer die Geschichte noch nicht kennt, hier ist sie zu finden.

Das kostete mich wirklich große Überwindung! Ich sehe den Stapel Holz vor mir, den ich zu bearbeiten habe – und würde am liebsten damit weitermachen und weitermachen und weitermachen. Aber es hilft ja alles nichts, wenn sich im Hintergrund die Papiere stapeln, leere Regalflächen zu vollen werden und der Schreibtisch eine Sammlung unerledigter Dinge ist.

Also habe ich mit dem ersten Säge-schärfen-Durchgang am Samstag begonnen: mein Regal im Eingangsbereich. Als ich es vor einigen Monaten komplett ausgemistet hatte, freute ich mich riesig über den freien Raum darin. Jetzt war ich wieder frei für neuen Lesestoff und neue Themen! Mit der Zeit landete genau in diesen Freiräumen alles mögliche, wofür ich beim Nachhausekommen noch keinen Platz hatte: Post, Hefte, Kataloge, Krimskrams etc. Und jedes Mal, wenn ich zur Tür hereinkam, zog dieses Regal meinen Blick magisch auf sich. Sofort stieg ein Gefühl der Unzufriedenheit in mir hoch. Doch ums Aufräumen drückte ich mich die ganze Zeit – der Holzstapel war zu präsent.

Nun sind die Freiräume wieder frei und der Effekt ist erstaunlich: Ich komme zur Tür herein und blicke auf ein Regal, das „Luft hat“. Das wirkt äußerst beruhigend, empfangend und scharf (bezogen auf meine Säge). Und mein dort verborgener Verwaltungsstau ist aufgehoben.

Weiter ging es am Sonntag mit meinem Schreibtisch. Hier hatte ich vor nicht allzu langer Zeit erst klar Schiff gemacht. Und doch hatte sich wieder vieles angesammelt, was gesehen werden wollte, aber nicht konnte, weil der Stapel nach oben wuchs und alles darunter verdeckte. Ich erinnerte mich an diesen „Feng Shui für die Arbeitsfläche“-Beitrag und beschloss: So richte ich mir meinen Schreibtisch ein.

Der nächste Schritt: Alles runter vom Schreibtisch. Dann hängte ich mir meine Vision an die Wand – endlich hatte ich für dieses erkaufte Künstler-Bild (mein erstes!) den richtigen Platz gefunden. Die Nachbarn werden mir diesen einen Nagel am Sonntag hoffentlich verzeihen ... Ich erledigte den aufgelaufenen Papierkram, organisierte meine Zwischenablage neu und bedachte kurz alle jene Dinge, die zum Säge schärfen strenggenommen dazugehören: Ablage neu organisieren, E-Mailer aufräumen.

Die verschob ich auf unbestimmte Zeit. Jetzt wollte ich erst einmal ein wenig Holz machen, sprich: diesen Blogeintrag schreiben ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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