15.09.2011

Mit Grüßen aus dem Universum - Woche 20


Gestern habe ich zwei alte (!) Plastiktüten voller Lebensmittel weggeschmissen (!) – ohne Rücksicht auf Verluste oder die nun übervolle Mülltonne. Der Grund: Mein Kühlschrank versagte am 12. September ab ca. 20 Uhr seinen Dienst. Den ganzen Abend über wunderte ich mich über das komische Geräusch, das aus der Küche zu kommen schien. Am nächsten Morgen wusste ich dann Bescheid, als ich den Frühstückstisch decken wollte: Im Kühlschrank war es deutlich zu warm.

In aller Eile suchte ich nach dem Kassenbon. Denn vor meinem Einzug hatte ich diese Kühl-/Gefrierkombi, Marke Noname, aber Energieeffizienzklasse A+, für wenig Geld gekauft. An dieser Stelle betone ich, wie wichtig es ist, seine Einkaufsbelege für Garantiefälle aufzuheben! Auch in den Wirren eines Umzugs! Ich pflege einen Ordner mit dem Trennblatt „Private Ausgaben“, doch dahinter war von Kühlschrank keine Spur. Im Kopf rechnete ich kurz nach. Dieser scheint momentan nicht so gut zu funktionieren, denn ich kam auf über zwei Jahre, was über der Standard-Garantiezeit liegen würde.

Wenigstens fand ich die Gebrauchsanleitung in meiner Kiste für alle Gebrauchsanleitungen, darin steht eine Kundenservicenummer, die ich anrief. Die Dame am Telefon merkte sofort: „Wenn Sie erst im Oktober 2009 eingezogen sind, ist ja die Garantie noch gar nicht abgelaufen!“ „Ja, stimmt, Sie haben Recht“, stotterte ich, „aber mir fehlt die Quittung!“ Ich will das hier gar nicht so lange ausbreiten. Die Kurzversion: Kontoauszug rausgesucht, zum Supermarkt gefahren, die Hauptkasse nach dem Betrag durchstöbert, Ersatzquittung erstellt.

Und jetzt kommt das Unglaubliche: Gekauft habe ich diesen Kühlschrank am 14. September 2009! Mir ging also das Gerät zwei Tage vor Ablauf der Garantiezeit kaputt! „Das gibt es doch gar nicht!“, sagte ich zum Verkäufer im Supermarkt. Er dazu: „Tja, es gibt Menschen, die glauben nicht an Zufälle, für die ist alles im Universum vorherbestimmt.“ Ach so. Na, dann. Ich glaube da eher an Berechnung: Das Gerät muss für den Preis nur so lange halten, dass die Garantie gerade eben abgelaufen ist. Oder so.

Wenn ich den Aussagen eines bekannten Kundendienstlers für Markengeräte Glauben schenken darf, ist der Motor meines Kühlschranks kaputt. Das würde bedeuten, ein neuer muss her. Mal sehen, ob ich einen neuen alten bekomme oder Geld, für das ich mir mit Aufpreis ein Markenprodukt kaufen kann.

Budgettechnisch habe ich eine solche Ausgabe natürlich überhaupt nicht veranlagt. Und da der August finanziell so entspannt war, lange ich im September kräftig zu: Kinderklamotten, Kinderbücher und viele Angebote locken in den Herbst. Hatte ich bisher mein gesamtes Monatsbudget noch aufgeteilt in kleine Töpfe, schöpfe ich dieses Mal nur aus einem großen. Ich befürchte, der Topf könnte früher leer sein als mir lieb ist ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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