17.02.2014

Mutproben im Alltag: Etwas verschenken


Macht einem anderen Menschen eine Freude mit etwas, das er oder sie offensichtlich gebrauchen kann. Verschenkt Geld, Nahrung oder etwas anderes Brauchbares – einfach so. Das war der Wortlaut der Mutprobe, die ich vergangenen Dienstag als Vorschlag ins Netz gestellt habe. „Was ist daran mutig?“, habt ihr euch teilweise gefragt, wie bei Facebook zu lesen war.  

Nun, ich möchte euch von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Mein erstes Geschenk in dieser Woche waren: Eier. Unsere Hühner legen gerade wieder sehr eifrig. Gestern habe ich fünf Eier aus dem Nest geholt. So könnt ihr euch vorstellen, dass unser Eierhalter im Kühlschrank innerhalb kürzester Zeit am Rande seiner Kapazitäten ist. Deshalb galt es entweder täglich eine Menge Eier zu verzehren oder welche zu verschenken. Einer Freundin, die ich schon lange nicht mehr getroffen hatte, brachte ich ein Sechserpack mit. Ich weiß, dass sie gerne Pfannkuchen macht und frische Eier schätzt. Dann die Nachbarin mit ihren drei Kindern: Auch sie bekam beim Vorbeilaufen acht Eier von uns.  

Eier zu verschenken, das war mir ein Leichtes! Es hat Freude gemacht, dieses frische Erzeugnis mit anderen zu teilen. Und es hat kein bisschen Mut erfordert. Insofern kann ich nur bestätigen: Zum Geben muss man nicht immer mutig sein!  

Doch dann gab es in dieser Woche noch ein Geschenk. Ein Geschenk, das ich wiederum geschenkt bekam: Eintrittskarten für eine Verbraucher-Messe. Ein Aussteller formulierte es so: „Diese Messe ist für Menschen im oberen Einkommenssegment.“ Ich hatte zwei Karten zur Verfügung. Zunächst dachte ich darüber nach, einfach alleine dort hinzugehen. Doch in Begleitung ist es schöner! Ich ging im Kopfe meine Freundinnen durch, die an so etwas Interesse haben könnten. Dann fiel mir wieder meine Mutprobe ein. Ich könnte eine Bekannte fragen ob sie mich begleiten wolle. Ihr Gehalt reicht nicht für Aktivitäten, die über das normale Leben hinausgehen. Da ich sie ohnehin schon lange nicht mehr gesehen hatte, nahm ich all meinen Mut zusammen und trug mein Anliegen vor. Richtig wohl war mir dabei nicht. Was wird sie wohl von mir denken? Eine Einladung zu einer Tasse Kaffee – das ist irgendwie realistisch. Aber gleich ein Tagesticket für die Messe?  

Es ging gut! Sie sagte spontan zu – und wir fuhren gemeinsam dorthin. Das Schöne an einer solchen Veranstaltung ist: Man kann sie genießen und erleben, ohne etwas kaufen zu müssen. Wir haben Massage-Stühle getestet, Wasserbetten und jede Menge Feinschmecker-Produkte. Zum Abschluss gab es dann noch ein Heißgetränk. Da dies das einzige war, was ich an diesem Tag für unseren Ausflug bezahlte, war es letztlich doch nur eine ganz normale Einladung zum Kaffee ...


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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