06.08.2011

Nein, ich bin keine Coupon-Königin


Am Mittwoch sah ich einen kurzen Ausschnitt des Auslandsjournals im ZDF. Der Teil, in dem es um die Coupon-Sammelwut der Amerikaner/innen ging. Im Film zu sehen war eine Frau, die der Kassiererin eine Handvoll Coupons überreichte. Ich dachte unweigerlich an mein eigenes Coupon-Verhalten. Das sieht so aus:

Produktbezogene Coupons entsorge ich in der Regel gleich. Der Grund: Ich habe keine Lust, ein Produkt zu kaufen, das ich gar nicht kaufen will, nur weil es 20 Cent günstiger ist, damit aber oft immer noch teurer als mein Standard-Produkt.

Geschäftsbezogene Coupons habe ich hin und wieder aufgehoben, solche wie „5% beim nächsten Einkauf“. Wenn es sich um ein Geschäft handelt, in das ich regelmäßig gehe, lohnt sich das. Allerdings vergaß ich entweder meinen Coupon zu Hause oder ich hatte ihn wohlweislich schon ins Portemonnaie getan, aber dann an der Kasse vergessen abzugeben. So kam es, dass ich nicht mal mehr solche Coupons aufhebe.

Dann gibt es ja neuerdings im Supermarkt mit dem Kassenzettel einen Coupon für ein bestimmtes Produkt. Da ließ ich mich verleiten: Eine besondere Eiscreme, die ich sonst nie kaufe, die mich aber ungemein anmachte (klar, soll sie ja auch). 1 Euro günstiger. Super! Zuerst lag der Coupon tagelang in meinem Münzgeld-Fach im Geldbeutel. Da der Moment für dieses Eis nie der richtige war, landete der Coupon in meinem Regal am Eingang. Und einige Wochen später habe ich es dort beim Ausmisten weggeschmissen ... Nicht einmal das funktioniert bei mir.

Bei der Tankstelle lehne ich Aufkleber dankbar ab. Wozu brauche ich „Gewinne“, die ich eigentlich gar nicht brauche?

Die einzigen Coupons, die ich wirklich im Winter noch nutzen werde, sind die unserer örtlichen Apotheke. Aber auch da habe ich lange gebraucht, um zu bemerken, dass der angepriesene 20%-Rabatt nur für 1 Medikament gilt, das ich erwerbe – und nicht für die 5 anderen Sachen, die ich glaubte noch mitkaufen zu müssen, damit ich etwas sparen kann ...

Also: Ich hoffe, bei uns wird es nicht so weit kommen, dass wir mithilfe von Coupons 100 statt 200 Euro beim Lebensmittel-Einkauf ausgeben. Schließlich wird das „geschenkte“ Geld ja auch irgendwo abgezwackt ... Und: Das Sparen an sich mag simplify sein. Aber ich persönlich finde es einfach nur lästig, zig verschiedene Coupons managen zu müssen: "... dieser ist noch 3 Wochen gültig, der noch 10, den nehme ich beim nächsten Apothekenbesuch mit, mit dem kaufe ich in zwei Wochen meinen Kloreiniger ..." und so weiter und so fort.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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