24.08.2015

Neugierige Mitbürger


Ab heute lasse ich es büromäßig etwas ruhiger angehen. Bei uns sind noch Schulferien, und so werde ich die Tage mehr mit Freizeit als mit Arbeiten verbringen. Natürlich habe ich mir dafür ein paar Bücher zugelegt, um ganz in eine andere Welt abtauchen zu können. Neben neuen Titeln für meinen E-Book-Reader, habe ich ein paar badetagtaugliche, gedruckte Bücher beim Sozialkaufhaus erstanden.

Na, seid ihr neugierig, welche das sind?

  • Das erste Buch, das mich gefunden hat, ist der Krimi von Andreas Föhr, „Schwarze Piste“.
  • Das zweite Buch, das meine Aufmerksamkeit erregte, ist von Christa Canetta, „Das Leuchten der schottischen Wälder“.

Vermutlich hätte ich diesen Titel nie gekauft. Ich holte es aus dem Regal, weil ich die Britische Insel mag und Schottland schon immer besuchen wollte. Dann sah ich ein – na ja – etwas kitschiges Titelbild. Oben in der rechten Ecke hatte jemand handschriftlich darauf geschrieben „sehr gut“.

Damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob das Buch gut ist.

Für diese Frau (ich gehe mal davon aus, dass es eine war, die das geschrieben hat) war das Buch offenbar mehr als gut. Ein Blick auf den Klappentext verriet mir, dass es sich um einen Liebesroman handelt. Sei’s drum, für 1,50 € nahm ich es mit!

Warum ich euch das erzähle?

Weil ich einen flotten Beitrag über unsere Buchplauderwünsche und -gewohnheiten gelesen habe! Initiiert hat ihn der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.:

Ist es neugierig, kontaktfreudig oder einfach nur indiskret und peinlich, einen Leser am Strand, im Schwimmbad oder im Zug auf das dicke Buch anzusprechen? Neugierige Baden-Württemberger schlagen dabei gehemmte Saarländer. „Was lesen Sie denn da?“ - Immerhin 16,6 % der Baden-Württemberger finden diese Frage gar nicht peinlich und erkundigen sich nach dem Inhalt des gelesenen Buches. In feiner Zurückhaltung üben sich dagegen die Saarländer mit mageren 4,7 %, der Bundesdurchschnitt liegt bei 13,5 %. Das ergab eine Umfrage unter 5.000 Deutschen ab 14 Jahren im Auftrag von Vorsicht Buch!, der Kampagne der deutschen Buchbranche.

Prinzipiell neugierig auf den Lesestoff der anderen sind eine ganze Menge der Befragten. 57,5 % versuchen wenigstens, den Buchtitel zu erspähen. Frauen sind mit 62,4 % dabei deutlich neugieriger als Männer, die es auf einen Durchschnitt von 52,3 % bringen. Die Teenager sind beim heimlichen Erspähen Spitzenreiter mit 70,5 %, die über 60-Jährigen sind mit einem Anteil von 48,2 % gelassener geworden.

Wie ist denn das Buch? Ist es wirklich so gut?

Viele der Befragten sind am Urteil der Lesenden interessiert. Doch, so zeigt sich, wünschen ist hier stärker als tun: Fragen, ob das Buch denn gut ist, würden gerne 24,6 % aller Befragten. Es tatsächlich tun, das machen dann aber nur 16,5 %. Am direktesten sind dabei die Rheinland-Pfälzer: Hier schreiten 20,5 % der Befragten zur Tat und sprechen den Lesenden an. Die zurückhaltenden Thüringer oder auch die Hamburger können sich da eine Scheibe Kontaktfreudigkeit abschneiden. In Hamburg ist man mit 9,7 % nämlich nur ein kleines bisschen weniger zurückgenommen als Schlusslicht Thüringen mit 9,6 % der Befragten.

Richtig gern nach der Qualität der Lektüre fragen, das würden 31,7 % der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern. Wesentlich weniger scharf auf das Urteil der Lesenden sind die Bayern, die mit grade mal 20,9 % hier das Schlusslicht bilden. Ist den Bayern also alles Wurscht? Beate Laufer-Johannes, Inhaberin der Bücherinsel in Frauenaurach bei Erlangen: „Aber nein! Den Bayern ist natürlich nicht alles wurscht. Wir leben nur nach dem Motto 'Lesen und Lesen lassen'!“

Ein schönes Motto, finde ich in Anbetracht dessen, dass ich einen Roman à la Rosemunde Pilcher vor mir liegen habe ... ;-)


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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