01.10.2014

Null Bock auf Essen? Hier ist die Lösung ...


Stellt euch vor, ihr habt Hunger und keine Zeit oder Lust, etwas zu essen zu machen. Euer Körper braucht Energie und euer Rest sagt: „Das passt mir jetzt gar nicht!“ Viele behelfen sich in solchen Situationen mit der Brezel vom Bäcker oder mit Fastfood. Dem Amerikaner Rob Rhinehart war selbst das eines Tages zu viel. In seinem Job als Programmierer hatte Essen und Genießen anscheinend kein Platz. Deshalb erfand er Soylent: Einfaches „Essen“ in Pulverform, das alles enthält, was Mann oder Frau so braucht. Es schmeckt (angeblich) nach nichts, hat angerührt eine graubraune Farbe und soll – ähm – ausreichen, um damit (über)leben zu können.

Rhinehart ist überzeugt, dass Soylent unser Welternährungsproblem lösen kann. Es müssen keine Felder bewirtschaftet und keine Lebensmittel mehr weggeschmissen werden, wenn Soylent überall Einzug hält. Wow! Ein revolutionärer Ansatz! Ob das wirklich gut ist? Es gibt sogar ein Do-it-yourself-Video, mit dem man (wohl) sein eigenes Pulver herstellen kann. Bei mir tauchen einige Fragen auf: Wenn ich schon mit einer Brezel zum Frühstück, zum Mittagessen und zum Abendbrot unzufrieden bin. Warum sollte ich auf das geschmacklose Etwas zurückgreifen? Macht es mich (und meinen Körper) wirklich glücklich?

Was passiert wohl mit unseren Geschmacksnerven, wenn wir sie nie mehr nutzen? Was passiert mit der Welt um uns herum, wenn nichts mehr wächst bzw. geerntet wird und wir uns nicht mehr auf Märkten treffen, um gute Lebensmittel auszuwählen? Ich merke schon: Das geht irgendwie gar nicht.

An dem Tag, an dem ich von Soylent im Radio erfuhr, las ich eine Facebookmeldung von „Humans of New York“. Interviewt wurde ein Junge in Hanoi, Vietnam. Er wurde gefragt, was er an seiner Mutter am meisten mag. „Sie arbeitet hart“, antwortete er. Was sie denn mache? „Sie kocht für ihr Geschäft jeden Tag. Dann kommt sie nach Hause und kocht für uns.“

Ja, seine Familie zu (er)nähren, das ist etwas zutiefst Fürsorgliches und Menschliches. Es verbindet, heißt willkommen und es hält am Leben. Ein Pulver wird das niemals ersetzen können ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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