28.04.2014

Oh! Mir liegt’s auf der Zunge!


Beim letzten Sonntagsspaziergang war es mal wieder so weit: Eine Freundin sagte: „Mir fällt der Name gerade nicht ein. Ich hör’ jetzt auf danach zu suchen.“ Sie vertröstete mich auf später. Das war dann etwa eine halbe Stunde nach dieser Szene. Der Name, den sie gesucht hatte, war ihr gerade wieder eingefallen. Was passiert da eigentlich, wenn es uns schon auf der Zunge liegt, das gesuchte Wort? Eine schöne Erklärung dafür liefert die Apotheken Umschau, deren Meldung dazu ich euch im Folgenden reinkopiere:

Wie heißt sie noch mal? Na, diese Schauspielerin aus der Liebesschnulze mit Clark Gable? Das Gehirn klemmt. Mitten im besten Gespräch, peinlich. Diese Art der lingualen Ladehemmung kennt jeder. Die Wissenschaftler haben dafür sogar einen Begriff: Tip-of-the-Tongue state (TOT) oder Zungenspitzen-Phänomen. Eine frustrierende Sache, aber weitgehend unbedenklich, versichern die Experten. Jedes Wort sei im mentalen Lexikon des Gehirns mehrfach codiert, erklärt Professor Horst M. Müller, der an der Universität Bielefeld den Bereich „Experimentelle Neurolinguistik“ leitet, auf apotheken-umschau.de. Neben der eigentlichen Bedeutung sind unter anderem auch klangliche und grammatische Einzelmerkmale eingetragen. Damit man den gewünschten Begriff parat hat, muss ein Mindestmaß dieser Merkmale aktiviert werden.

Reicht die Aktivierung nicht aus, bleibt das Wort auf halbem Wege - gefühlt: auf der Zunge - stecken. Eigennamen von Personen oder Orten sind offenbar besonders anfällig für die gedankliche Ladehemmung. Mit zunehmendem Alter tritt sie häufiger auf - ein normaler Alterungsprozess, versichern Forscher, also kein Grund zur Sorge. Bei einer krankhaften Wortfindungsstörung würden in nahezu jeder Äußerung Wörter nicht gefunden, sondern umschrieben werden. 


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