29.07.2015

Pack' den Frosch mal wieder aus, komm' aus dem Zeitchaos heraus ...


Gestern um 10.20 Uhr rief mich eine Kundin an. „Oh Schreck! Ich habe ihren Auftrag ganz vergessen“, schoss es mir durch den Kopf als ich ihre Nummer erblickte. Zum Glück habe ich zu dieser Kundin langjähriges, freundschaftliches Verhältnis. Mir war das furchtbar unangenehm, und ich nahm ganz reuig ab.

Während ich ihr so darlegte, dass ich gerade zu nichts komme, fragte ich mich beim Blick auf die Uhr, was ich eigentlich bis 10.20 Uhr gemacht habe. Produktiv war ich jedenfalls nicht. Zumindest fühlte es sich so an. Das ist das Dilemma, in dem ich momentan stecke:

Ich habe einige neue Projekte ins Leben gerufen, die mich ständig fordern (sofern ich das zulasse), mit denen ich aber noch kein Geld verdiene. Ich investiere also ganz viel, ohne zu wissen, was dabei herauskommt.

Und die „echten“ Aufträge kommen dabei zu kurz. Da ist mir doch gestern zufälligerweise auf einer simplify-Postkarte ein Frosch begegnet! Und prompt kam mir eine Lösung in den Sinn: den dicksten, hässlichsten Frosch zu essen!

Vielleicht kennt ihr ihn aus dem Buch „Eat that frog“ oder aus meinen Beiträgen

„Jetzt iss’ doch endlich diesen Frosch!“

und

Frösche essen? Das war gestern ...

Ich muss meine Meinung aus dem Folgebeitrag „Frösche essen?“ etwas korrigieren: Im Moment sehe ich, dass Verzetteln äußerst unbefriedigend ist und mich unzuverlässig macht. Das steht mir gar nicht gut. Das bin ich auch nicht. Darum muss eine Zeitmanagement-Strategie her, die ich endlich einmal ernst nehmen und anwenden kann!

So probiere ich es also noch mal mit den Fröschen! Das setzt allerdings voraus, dass ich mir am Ende des Arbeitstages darüber bewusst werde, welches der größte Frosch für morgen ist. Und da fängt das Problem schon an: Mein Arbeitstag hört nie auf! Erst am Abend, wenn ich ins Bett gehe und so müde bin, dass ich garantiert nicht an die Arbeit von morgen denken will.

Ich habe so eine stille Ahnung, dass ich dem Arbeitstag einen fixen Endpunkt geben muss. Bis dahin kommen die größten, hässlichsten Frösche dran. Danach die kleinen, süßen, goldenen, die sich gar nicht nach Arbeit anfühlen. Wenn ich sie nicht schaffe, bin ich trotzdem erfolgreich. Wenn ich sie schaffe, macht’s wenigstens Spaß – und die grünen, schleimigen Frösche sind schon längst verdaut.

So viel mal wieder zur Theorie! Das Thema ist wirklich ein Dauerbrenner bei mir, die sich so gar nicht in einen Zeitplaner mit Spalten und Zeilen hineinpressen will!


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!