11.08.2011

Rechtshirnig trifft auf runtergesetzte Markenware - Woche 15


Gestern machte ich einen simplify-Test. Ich hatte mir die neuste Ausgabe von simplify organisiert vorgeknöpft. Themenschwerpunkt: Kreatives Zeitmanagement. Beim Test ging es um die Frage: Welche Gehirnhälfte bevorzuge ich, wenn es um Zeit und Selbstorganisation geht?

Zur Erinnerung: Linkshirnige Menschen sind ordentlich, korrekt, pünktlich und zielstrebig; rechtshirnige Menschen sind leicht chaotisch, fangen mehrere Dinge gleichzeitig an und halten sich ungern an Regeln.

Anhand der 18 Fragen im Test sollte ich später gut erkennen können, welche Hälfte bei mir dominiert. Von Frage zu Frage hüpfte mein Schwerpunkt von ganz rechts nach ganz links, wieder nach ganz rechts, dann nach ganz links und so weiter. Später beruhigte sich das Bild etwas – zum Glück! Denn sonst hätte ich stark an meinem Selbstbild gezweifelt.

Jedenfalls, deshalb schreibe ich das auch heute am Donnerstag, entführte mich eine Frage gedanklich direkt zurück in mein Wochenende: Ob ich zu Spontankäufen neige und mir erst danach Gedanken darüber mache, ob ich mir das leisten kann.

Nun ja, da gab es eine Situation in einem Kaufhaus. Ich wollte nichts kaufen, nur schauen. Kleinen Kindern wird es bei solchen Aktionen ja schnell langweilig. Meines seilte sich ab und fuhr mit der Rolltreppe hoch und wieder runter. Dabei entdeckte sie etwas, das sie der Mama unbedingt zeigen musste. Ich fahre also mit ihr gemeinsam die Rolltreppe hoch, schaue mir das grell pinkfarbene Top an, dann wollen wir auf der anderen Seite wieder runter – wollen!

Der Weg führte uns durch das Dickicht herbstlicher Damenmäntel, vorbei an Anoraks und Marken-Outdoorjacken – preisreduziert! Mein Hirn (keine Ahnung, welche Hälfte dafür zuständig ist) schaltete blitzschnell: „Dunja, seit Wochen jammerst du schon, dass du eine regenfeste Jacke brauchst. Jetzt hängt sie direkt vor dir! Heruntergesetzt! Am 20-%-Zusatz-Rabatt-Samstag!“ Nun gab es kein Halten mehr. Eine halbe Stunde lang probierte ich alle Modelle durch, mit einem ging ich später nach draußen.

Damit war an diesem Tag das Eis gebrochen: Statt eines günstigen Regen-Überziehers hatte ich nun ein Markenprodukt in der Tüte, da kam es auf ein Oberteil und ein Jäckchen mehr wirklich auch nicht mehr an. Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich ursprünglich mein Kleidungs-Budget auf Null setzen wollte, weil ich „doch alles habe, was ich brauche“? Und weil ich fand, das Geld sei woanders besser angelegt? Ein wenig aufgestockt hatte ich ja, aber das reichte bei weitem nicht für diesen rechtshirngeleiteten Impulskauf!

Ich kann nur hoffen, dass ich lange an diesen Sachen habe – davon kann ich zumindest bei der Regenjacke ausgehen.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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