12.09.2013

Richtig verhalten bei Herzinfarkt oder Schlaganfall


Viele Europäer kennen überraschend wenige Anzeichen von Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Deutschen und Österreicher schneiden am Besten ab. Das Paradoxe: Sie wissen nicht, was sie tun sollten. Nur jeder dritte Deutsche würde im Notfall einen Krankenwagen rufen – die Maßnahme, welche Patienten am schnellsten die beste Behandlung garantiert!

Das fanden Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung heraus. So ist Brustschmerz das einzige Herzinfarktsymptom, das mehr als der Hälfte der Europäer geläufig ist. Etwa acht Prozent kennen sogar kein einziges Symptom, das auf einen Herzinfarkt hinweist. Noch prekärer sieht die Situation bei Schlaganfällen aus: Knapp einem Fünftel der Europäer sind die Anzeichen gänzlich unbekannt.

??Und was machen die Deutschen, wenn sie Schlaganfallsymptome sehen? Nur 33 % würden sofort einen Krankenwagen. ??Stattdessen empfahlen 28 % der Deutschen und 30 % der Österreicher den Betroffenen, einen Tee oder ein Schluck Wasser zu trinken, oder sich ins Bett zu legen und einfach abzuwarten.

Das sieht ehrlich gesagt schlecht aus ... Damit ihr im Notfall besser dasteht, habe ich euch die wichtigsten Symptome und Notfallmaßnahmen herausgesucht.

Typische Warnsignale für einen Herzinfarkt sind nach der Deutschen Herzstiftung:

  • Schwere, länger als fünf Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen können
  • Ein starkes Engegefühl, heftiger Druck und ein Brennen im Brustkorb
  • Schweißausbruch, Übelkeit und Atemnot als häufige Begleiterscheinungen

Was ist zu tun bei Herzinfarkt?

  • Sofort die 112 oder den örtlichen Rettungsdienst rufen und Verdacht auf Infarkt äußern – weder vorab den Hausarzt noch Familienangehörige informieren!
  • Wenn die Atmung schwach ist und kein Puls mehr spürbar, mit Wiederbelebungsmaßnahmen (Herz-Lungen-Massage) beginnen
  • Ist der Betroffene bei Bewusstsein, sollte er gut atmen können: Oberkörper dazu bequem hoch lagern und enge Kleidung gegebenenfalls öffnen
  • Den Betroffenen niemals selbst in die Klinik fahren (lassen)! Bei Kammerflimmern bräuchte er sofort einen Defibrillator!

Typische Warnsignale für einen Schlaganfall sind:

  • Plötzliche Asymmetrie im Gesicht (herabhängender Mundwinkel)
  • Lähmungen und Taubheitsgefühle, meist einseitig und an dem Gliedmaßen
  • Sprach- und Sprachverständnisstörungen
  • Sehstörungen
  • Schwindel, unsicherer Gang
  • Sehr starke Kopfschmerzen

Was ist zu tun bei Schlaganfall?

  • Sofort die 112 oder den örtlichen Rettungsdienst rufen
  • Für Ruhe und gute Atemmöglichkeit sorgen, dazu enge Kleidung lockern und Fenster öffnen
  • Den Betroffenen in stabile Seitenlage versetzen
  • Den Betroffenen ansprechen und wach halten

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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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