22.01.2014

Rotklee statt Parmesan


Das letzte Waldkindergartenjahr meiner Tochter stand unter dem Motto „Kräuter und Wildblumen“. So kam es, dass wir Eltern bunte Blüten und Kräuter in allen erdenklichen Variationen serviert bekamen: Rosenblüten in selbstgemachter Seife, Kräuter in der Limonade, Ringelblumen als Salbe oder eine Sammlung von Wildblüten über den Spaghetti Bolognese. Gerade die bunte Mischung anstelle von Parmesan-Käse war überraschend und tatsächlich genießbar, sogar lecker.

Die Landzeitschrift „daheim in Deutschland“ schreibt in ihrer neuen Februar/März-Ausgabe über Delikatessen aus der Natur. Die zentrale Erkenntnis: Viele Wild- und Gartenblumen, die sich für die Salatschüssel eignen, stecken voller Vitamine und Mineralstoffe. Kapuzinerkresse, Malvenblüten, Ringelblumen, Löwenzahn und Gänseblümchen stellen nicht nur nette Farbtupfer im Salat dar, sie geben dem Salat durch ihre oftmals pfeffrig scharfen Geschmacksnoten auch eine besondere Würze. Eine echte Alternative zum üblichen Wurst- oder Käsebrot ist ein Butter- oder Quarkbrot mit Gänseblümchen – sie bieten ein wunderbares Nussaroma. Bleibt nur die Frage, welche von den weiß-gelben Blüten Gänseblümchen sind und welche nicht!? Vielleicht weiß meine Tochter hierüber besser Bescheid als ich ...!

Löwenzahn eignet sich auch gut, um daraus Blütensirup zu kochen. Im letzten Alpen-Urlaub hatten wir von der Hauswirtin eine Flasche Löwenzahnsirup geschenkt bekommen. Ich war total begeistert davon! Holunderblütensirup lässt mich kalt. Aber die Löwenzahn-Blüten! Lecker! Ich habe jedoch gehört, dass es ziemlich viel Arbeit sein soll, ihn herzustellen. Mal sehen – wenn unser Löwenzahn wieder blüht –, ob es nicht auch ein simplify-Rezept dazu gibt!

Wer Süßspeisen verfeinern will, nimmt einfach zarte Veilchen oder Stiefmütterchen, schreibt „daheim in Deutschland“ weiter. Rosenblätter lassen sich gut kandieren, Holunderblüten wiederum kann man in Teig ausbacken.

Trotzdem gilt: Vorher lieber vergewissern, dass es keine Verwechslungsmöglichkeiten gibt beziehungsweise dass es sich um ungiftige Blüten handelt! Weder Akelei noch die oft mit Bärlauch verwechselten Maiglöckchen eignen sich zum Verzehr. Auch vom Eisenhut, dem gefleckten Schierling und der Hundspetersilie sollte man die Finger lassen: Sie alle sind giftig.

Dank Internet ist es heute ein Leichtes, sich bei Zweifeln zu vergewissern, dass die Blütenpracht tatsächlich unbedenklich ist!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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