04.10.2013

Sag', wie hältst du's mit bezahlten Links?


„Bekommst du eigentlich was dafür, wenn du ein Buch empfiehlst?“, fragte mich einmal eine Freundin. Ich wusste zuerst gar nicht, was sie meinte. „Ob ich daran verdiene?“, fragte ich nach. „Nein. Wenn wir Bücher auf amazon.de verlinken, bekommt der Verlag eine Provision. Aber die fällt kaum ins Gewicht. Ich selbst habe nichts davon.“ Ihre Frage hatte mich stutzig gemacht. Kann man etwa Geld verdienen mit Empfehlungen? 

Man kann. Für die meisten ist das vermutlich nichts Neues. Ich selbst habe darüber noch nie nachgedacht. Als ich neulich auf einer Internetseite landete, auf der Anzeigenplätze in Blogbeiträgen feilgeboten werden, befasste ich mich einmal näher damit. Das Geschäft schein lukrativ zu sein. Kunden zahlen Bloggern teilweise viel Geld dafür, dass diese sie in einem Beitrag unauffällig erwähnen.

Meine Gedanken waren sofort bei den vielen Links, die ich hier schon gesetzt habe. „Was ist, wenn nun meine Leser glauben, die seien alle gekauft?“, schoss es mir durch den Kopf. Deshalb schreibe ich heute darüber. Als ich gestern die familiensache.com einstellte, beschlich mich auch dieses Gefühl: Kann ich meinen Lesern glaubhaft machen, dass ich hier ehrlich berichte und empfehle?

Ich kann. Wenn ich eine Sache gut oder empfehlenswert finde, teile ich euch das mit. Dasselbe passiert natürlich mit Dingen, die ich für weniger rühmlich halte. Viele Infos, mit denen ich arbeite, habe ich aus Pressemitteilungen – alleine der Quelle wegen muss ich diese auch nennen bzw. verlinken. Wenn ich eine Firma besonders hervorhebe und mich näher damit befasse – etwa mit der familiensache –, stimme ich mich auch mal mit ihr ab. Der Begründerin von Bricklebrit etwa habe ich eine Mail geschickt, wie sehr ich ihre Initiative schätze und dass ich vorhabe, sie im Blog zu erwähnen. Prompt rief sie an. Wir hatten ein nettes Telefonat. „Vielleicht lässt sich Bricklebrit auch in den Süden der Republik holen“, war meine Idee.

So ergeben sich aus Berichten Kontakte oder aus Kontakten ergeben sich Beiträge. Alles ist echt. Nichts wird bezuschusst. Einzige Ausnahme: Eine Dame ließ es sich partout nicht nehmen, sich mit einem Buch und einem kleinen Rabatt bei mir zu bedanken.

Seid also gewiss: Wenn ich verlinke, verlinke ich frei – und nicht in der Absicht, mir damit einen Vorteil zu verschaffen.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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