03.12.2015

Sammeln war irgendwie toll


Immer wieder denke ich wehmütig an meine Sachen-Sammlungen zurück, die ich im Laufe meines Lebens angelegt habe. Als ich neulich für den Weihnachtsmarkt kleine Tüten zurechtlegte und faltete, fiel mir wieder ein: Ich habe als Jugendliche einmal Plastiktüten gesammelt! Manche hatten so tolle Motive, dass sie zu schade waren zum Wegwerfen oder Weiterverwenden. Jedenfalls empfand ich es so und eröffnete eine stattliche Sammlung.

Als ich nun die Tütchen für den Weihnachtsmarkt packte und dabei „schönen“ Motiven begegnete, fragte ich mich unweigerlich: Was könnte ich denn aus diesen Tüten Neues herstellen? Mir ist nichts eingefallen. Zum Glück sind es nur 2-3 Stück in meiner Tütenschublade und keine Sammlung mehr.

Auf dem Weihnachtsmarkt selbst entdeckte ich dann ein Stück Seife, in Filz eingearbeitet. Die Filzerin erzählte mir, dass man sich damit prima waschen könnte. Durch den Filz schäume die Seife wunderbar auf. Das erinnerte mich unweigerlich an meine Seifen-Sammlung, die ich als Kind begann. Delfine, Engel, Rosen und andere duftende Figuren schafften es, nicht benutzt zu werden. Weil sie so schön waren. Ein besonderes Stück: eine Captain Future-Seife. Kennt ihr diesen Comic-Helden aus den 1980er-Jahren noch?

Auch wenn ich mit meiner Tochter bei den Hausaufgaben sitze und sie ihren Radiergummi zum Einsatz wedelt, kommt mir eine Sammlung in den Sinn: Radiergummis! Auch hiervon hatte ich mir eine ordentliche Sammlung zugelegt. Am liebsten mochte ich die, die nach etwas dufteten. Absoluter Favorit war ein türkisgrünes Miniatur-T-Shirt aus Hartplastik, in dem ein duftender Radiergummi steckte.

Wenn ich meine Sammel-Historie so anschaue und mich bei anderen umhöre, komme ich zu dem Schluss, dass wir Menschen Sammlernaturen sein müssen. Jäger und Sammler eben ...

Ach ja, eines habe ich vergessen: meine Briefmarkensammlung! Zwei Alben hatte ich von meinem Vater übernommen, zwei weitere legte ich selber an. Micky Maus-Briefmarken, die waren der Hit! Heute Morgen habe ich mir überlegt, ob ich meine Sammlung an Bethel schicken soll. Damit jemand anderes sich daran erfreuen kann.

Falls ihr Bethel noch nicht richtig kennt (der Name begegnet einmal schließlich recht oft): Dort könnt ihr alle Briefmarken hinschicken, die bei euch landen. Rund 125 Beschäftigte, vor allem Menschen mit Behinderungen, nehmen die Ware entgegen, sortieren und bearbeiten sie, um sie für einen guten Zweck zu verkaufen. An Sammlerinnen und Sammler.


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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