22.08.2014

Schenk mir bitte kein Stellhinsel!


Mit Vorfreude auf den Samstag habe ich gestern den nächsten Wunschblog vorbereitet. Zwei Themen waren klar für mich, ein drittes suchte ich noch. Es sollte inhaltlich in etwa dazu passen. Um „alte Sachen“ sollte es gehen. Da fiel mir ein, ich hatte doch mal einen Beitrag dazu geschrieben, welche Begriffe es für Sammlungen alter Sachen gibt.

Ich war mir tausendprozentig sicher, in diesem Beitrag eines meiner Lieblingswörter benutzt zu haben. Deshalb gab ich es bei simplify.de in die Suchmaske ein. „Die Sucher ergab keinen Treffer“, bekam ich zur Antwort. Gibt’s doch gar nicht! Ich habe noch nie über dieses Wort geschrieben? Dann wird es aber höchste Zeit! Und noch bevor ihr zu meinem Wunschblog-Beitrag verlinkt werdet, in dem es um alte Sachen geht, stelle ich euch dieses schöne Kunstwort vor:

Stellhinsel

Kennengelernt habe ich es etwa im Alter von 21 Jahren. Damals hielt mir eine Freundin einen Vortrag darüber, wie schnell etwas zum nervigen Stellhinsel werden kann. Dass zum Beispiel Urlaubssouvenirs ziemlich überflüssige Stellhinsel sind. Dass man, wenn man sich Gedanken um ein Geschenk für jemanden macht, von einem Stellhinsel Abstand nehmen sollte.

Ich hatte dieses Wort noch nie gehört. „Stell-hin-sel!“, sprach sie silbenbetont. „Dinge, die man nur hinstellen kann. Sonst nichts.“  Ach so! Demnach wäre zum Beispiel eine Sammlung an Engelsfiguren ein Stellhinsel aus mehreren kleinen Stellhinseln. Die Cancan-Stehlampe aus Paris ein großes Stellhinsel. Und die Muschel vom Strandverkäufer aus Rimini ein kleines. Obwohl das eigentlich eher ein Leghinsel wäre ...

So damit ist euer Wortschatz wieder um eineinhalb Wörter größer geworden, wenn es darum geht, unnütze Dinge unter einem Begriff zusammenzufassen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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