07.11.2011

Schon wieder Sex!


Fast jeder Deutsche bekommt von seinen Nachbarn etwas auf die Ohren, schreibt das Immobilienportal ImmobilienScout24 und beruft sich dabei auf eine aktuelle Umfrage. „Bohren und Hämmern, dröhnende Bässe oder Kindergeschrei - es gibt etliche störende Geräusche der Nachbarn, die die Deutschen auf die Palme bringen“, heißt es in der Mitteilung dazu. Und weiter: „Besonders peinlich: Jeder Zehnte hört seine Hausgenossen ab und zu beim Liebesspiel. Um dem Ärger über derartige Lärmbelästigungen Luft zu machen, beschwert sich die Mehrheit persönlich bei den Verursachern.“

Mir fallen dazu spontan ein paar Anregungen ein:

„Ach, Herr Meier, gut, dass ich Sie treffe! Ich bitte Sie doch, in Zukunft nachts um Drei keine Möbel mehr zu verrücken oder wenigstens vorsichtiger zu sein. Wissen Sie, ich höre das unten, wenn dauernd etwas gegen die Wand bollert.“

„Frau Schuster, unter uns: Im Bad ist es ja sehr hellhörig, besonders wenn die Wanne voller Wasser ist und Sie sich zu zweit darin bewegen. Ich glaube, das hört man im ganzen Haus!“

„Hallo Herr Schmidt! Vielleicht können Sie mir bei Gelegenheit einmal verraten, was Sie und Ihre Frau gestern Abend gegessen oder getrunken haben? Dieses Durchhaltevermögen! Das bewundere ich!“ (Vielleicht liest her Schmidt ja ein bestimmtes Männer-Magazin ...!)

Spaß beiseite. Der Satz „Um dem Ärger über derartige Lärmbelästigungen Luft zu machen, beschwert sich die Mehrheit persönlich bei den Verursachern“ bezog sich sicher nicht nur auf das Liebesspiel, sondern eher auf die anderen Störfaktoren.

Hier die Top-5

1.    Heimwerkergeräusche (Bohren, Hämmern...)

2.    Laute Musik aus der Stereoanlage

3.    Trampeln/Absatzschuhe, Lauter Streit

4.    Partylärm, Hundegebell/andere Tiergeräusche

5.    Lauter Fernseher

Bei Hundegebell fällt uns eine sachliche Beschwerde sicher leichter, als wenn wir mitten in der Nacht im Pyjama vor angetrunkenen Partygästen stehen und unser Schlafbedürfnis kundtun. Grundsätzlich sind in solchen Fällen die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg sehr hilfreich:

1. Ohne Bewertung das beschreiben, was wir sehen oder in diesem Fall hören, z. B.: „Ihre Asta hat den ganzen Nachmittag gejault.“

2. Sagen, wie es uns damit geht, z. B.: „Es tut mir richtig weh, sie lange winseln zu hören.“ Oder: „Nach einer Stunde stieg Ärger in mir hoch.“

3. Sagen, welches Bedürfnis bei uns dahintersteckt, z. B.: „Ich möchte doch, dass es Asta gut geht.“ Oder: „Wenn ich arbeite, brauche ich Ruhe.“

4. Eine Bitte aussprechen oder eine Strategie vorschlagen, z. B.: „Wenn Sie das nächste Mal länger außer Haus sind, kann ich gerne Asta zu mir nehmen.“ Oder: „Bitte suchen Sie nach einer Lösung, damit ich künftig ungestört arbeiten kann.“

Also dann: Viel Erfolg!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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