21.01.2013

simplify mitgemacht: 1 Tüte Gerümpel


Die erste Mitmach-Aktion war ein voller Erfolg – in mehrfacher Hinsicht: So viele Leserinnen, Leser und Fans haben mitgemacht! Vielen Dank an die Gemeinschaft! Außerdem hat dabei jeder Einzelne etwas für sich getan. Und ich, ich habe bei mir das Gerümpel bewegt. Wenn das keine Erfolge sind ...!?

Zugegeben, mir fällt das Entrümpeln zurzeit sehr leicht, weil ich meinen Umzug vorbereite. Ich habe schon festgestellt, dass es verschiedene Ansätze gibt: Die einen misten vor dem Umzug kräftig aus, die anderen erst, bevor sie den Inhalt der Kisten wieder an den neuen Platz stellen wollen. Und wieder andere bevorzugen das Stufenkonzept, mit dem sie sich langsam ans Loslassen herantasten können: Ein bisschen was kommt vor dem Umzug weg, ein bisschen was danach ...

Nun denn, ich hatte ja ausreichend Gelegenheit in den vergangenen Tagen, VOR dem Umzug auszumisten!

Am Dienstag – es bot sich zeitlich an – räumte ich die ganze Weihnachtsdekoration weg und knöpfte mir sogleich die Kisten für Weihnachts- und Osterdeko vor. Alles, was ich seit Jahren immer wieder hervorkrame, habe ich kritisch beäugt. Was meine Augen nicht mehr sehen wollten, habe ich eingetütet. Die Ware bringe ich zum Sozialkaufhaus, das jedes Jahr Saisontische zu Weihnachten und Ostern aufbaut.

Am Mittwoch war ich etwas eingespannt und stolperte eher zufällig im Keller über eine wirklich kleine Tüte. Da fiel es mir wieder ein: 1 Tüte entsorgen! Schnell sammelte ich etwas Unrat im Keller zusammen, füllte damit die Tüte und fütterte die frisch geleerte Mülltonne.

Am Donnerstag hatte ich etwas mehr Zeit und nahm mir einen kleinen, unscheinbaren Büroschrank vor. Ich wollte endlich das ganze Büromaterial loswerden, das jetzt schon zwei oder gar mehr Umzüge mitgemacht hat, das ich aber nie brauche(n werde)! Ich legte mir eine größere Tüte zurecht und begann. Zwischendrin musste ich auf eine riesengroße Tüte umsteigen, so viel mistete ich aus! Den restlichen Schrankinhalt packte ich sofort in eine Umzugskiste, und diese reichte nicht! Ich bin äußerst erstaunt, was man aus einem kleinen, unscheinbaren Schrank so alles hervorholen kann ... Die Tüte wanderte in die Wertstofftonne.

Am Freitag knöpfte ich mir mit meiner Tochter alte Kinderbücher und Spielsachen vor. Was sie nicht mehr haben wollte, kam entweder in den Müll oder bei gutem Allgemeinzustand in eine große Kiste. Diese mache ich in den nächsten Tagen noch voll mit Kinderbekleidung und -schuhen. Dann bekommt sie eine Bekannte von mir.

Am Samstag widmete ich mich dann unserem Keller. Ich erinnere: Der Umzugsunternehmer meinte, dieser müsse mal entrümpelt werden. Alles, was mit umzieht, landete in Kisten, den Reste packte ich in kleinen Häppchen in Tüten: das kommt zum Schadstoffmobil, das zum Elektroschrott, das zum Sozialkaufhaus und so weiter. Zum Schluss kam der Sperrmüll für die heutige Abfuhr vor die Tür.

Am Sonntag blieben die Tüten leer, weil ich ganztägig unterwegs war. Nur die Mülltüte brachte ich zur Tonne.

Zugegeben: Hier und da bewegte ich mich etwas von der „Tüte“ weg, was sicher daran liegt, dass ich gerade alles in die Hand nehme. Aber einmal davon abgesehen ist die Tüte eine Aufräum-Hürde, die sich ziemlich gut überwinden lässt – so habe ich das zumindest beim Lesen eurer Kommentare empfunden.

Ein Kommentar eines Facebook-Fans hat mir besonders gut gefallen: Er nahm sich vor, keiner dieser Freunde zu sein, der eine Tüte „Müll“ nach dem Entrümpeln geschenkt bekommt. Das ist wirklich eine geeignete Strategie, um sich vor Gerümpel zu schützen! Das meine ich ernst: Gut gemeinte Geschenke auch mal ablehnen zu können – dazu gehört etwas Mut. Doch wenn die Gefahr besteht, dass sie eher belasten anstatt nützen: Nur zu! Nein sagen: für euch und nicht gegen das „Geschenk“!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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