04.02.2013

simplify mitgemacht: 10 Minuten früher


Als ich die letzte Mitmach-Aufgabe stellte, hatte ich mir vorgenommen: Ich will mit meiner Tochter täglich 10 Minuten früher als sonst im Kindergarten sein. Das heißt, 10 Minuten vor dem letztmöglichen Bringtermin. Außerdem wollte ich zu einem wichtigen Termin zehn Minuten früher erscheinen. Erstens um mich zu sammeln, zweitens um mich mit einem Kollegen in diesen 10 Minuten noch besprechen zu können.

Und das war die Realität: Ich wachte in der vergangenen Woche schon sehr früh auf und konnte meinen Start in den Tag gelassen angehen. Wir waren gute 15 Minuten eher mit dem Frühstück fertig als sonst. Die Aussichten standen gut, dass wir endlich einmal überpünktlich im Kindergarten erscheinen könnten. Leider hatte ich die Rechnung ohne meine Tochter gemacht. Wir kamen genauso spät an wie sonst auch ... Nichtsdestotrotz: Die 15 Minuten mehr Zeit für mich taten mir gut.

Nun zu meinem wichtigen Termin: Die Frau, die in dieser Zeit auf meine Tochter aufpassen sollte, erschien glücklicherweise 5 Minuten früher als abgemacht (denn bei der Terminabsprache wusste ich noch nichts von meiner 10-Minuten-früher-Aufgabe). So blieb mir tatsächlich ein 10-minütiger Puffer, 5 Minuten hatte ich vorher schon selbst eingeplant. Das lief also bestens!

Kaum war die Babysitterin da, raffte ich meine Siebensachen zusammen, lief die Treppen hinunter und öffnete die Haustür. Dort wollte ich meinen Augen nicht trauen: Die Nachbarn hatten sich hinter mein Auto gestellt und begannen, ihre Kinder und Einkäufe auszuladen! Mit den Worten: „Oh, ich muss dringend zu einem wichtigen Termin! Könnten Sie bitte schnell Ihr Auto zurückfahren?“, stürmte ich aus der Haustür. Voller Ungeduld. Jetzt war ich so gut in der Zeit, und die Nachbarn hatten mich eingeparkt! Stress!

Nachdem der Nachbar die Fahrbahn für mich freigemacht hatte, brauste ich davon. Am Zielort angekommen, stand ich so unter Strom, dass ich mir wünschte: Hoffentlich kommen die Kunden NICHT 10 Minuten zu früh! Und ich hatte Glück, sie kamen sogar ein paar Minuten zu spät. So hatte ich genügend Zeit, meinen Stresspegel herunterzufahren und wieder auf ein normales Niveau zu kommen. Mein Kollege kam auch noch rechtzeitig. Glück gehabt!

Mein Fazit: „10 Minuten früher“ können auch Stress bedeuten! Jedenfalls dann, wenn ich mich des Zeitpuffers selbst beraube, indem ich ihn für eine Vorbesprechung nutze. Aufgabe verfehlt, würde ich sagen. Auf der anderen Seite können die 10 Minuten auch entlasten, für den Fall, dass etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt – das Auto des Nachbarn zum Beispiel ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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