29.01.2013

simplify zum Mitmachen: 10 Minuten früher


Wie es der Zufall so wollte, las ich am Wochenende die neue Ausgabe von simplify your life. In „Tikis Welt“ fragt sich Küstenmacher: „Muss man messen?“ und macht sich unter anderem Gedanken über das Messen der Zeit. Denn irgendwie scheint uns die Uhrzeit den Lebenstakt vorzugeben. Ich habe einmal einen interessanten Vortrag gehört über den Takt: Dieser sei äußerst ungesund, hieß es. Wenn zum Beispiel unser Herz immer im gleichen Takt schlagen würde, könnten wir nicht leben. Unser Herz schlägt im Rhythmus. Der Tag folgt einem bestimmten Rhythmus, genauso wie das Jahr. Oft werden die beiden Begriffe Takt und Rhythmus gleich verwendet – doch der Vortragende unterschied ganz deutlich: Takt sei starr und gleichförmig, Rhythmus sei lebendig.

Statt nach dem Sekundentakt unserer Uhr zu leben, könnten wir also ganz einfach dem Tagesrhythmus folgen: Aufstehen bei Sonnenaufgang, zur Ruhe kommen bei Sonnenuntergang und dazwischen einfach nur leben. Ich habe kurz überlegt, dies zur Aufgabe der Woche zu machen: 1 Tag ohne Uhr und ohne Zeitdruck zu leben. Vielleicht machen das einige von euch schon an ihrem freien Tag. Für andere mag es unmöglich erscheinen.

Doch dann habe ich mir noch einmal Talane Miedaners „Coach dich selbst sonst coacht dich keiner“ vorgenommen und im Teil IV, „Nehmen Sie sich Zeit, auch wenn Sie keine haben“ quergelesen. Dabei bin ich auf eine schöne Maßnahme gestoßen, um das Leben zu entschleunigen: 10 Minuten früher vor einem vereinbarten Termin zu erscheinen. Sie hat mich sofort angesprochen, denn ich erlebe ständig eine ausgesprochene Terminhetze: eben rasch die Mails checken, schnell eine Antwort schreiben, den Anruf noch entgegennehmen, die Utensilien für XY noch zusammensuchen, jede noch so winzige Minuteneinheit nutzen, bevor der letztmögliche Zeitpunkt zum Aufbrechen da ist. Da wird mir schon beim Schreiben ganz anders ...

Ein Puffer von 10 Minuten ist keine Zeitverschwendung, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Er gibt uns die Chance, zu uns zu kommen, uns auf ein Gespräch vorzubereiten, am Zielort noch eine Runde die Beine zu vertreten, Notizen zu machen oder schlichtweg Löcher in die Luft zu gucken. Wir müssen nicht jede Minute unseres Tages ausfüllen mit „sinnvoller“ Tätigkeit. Wir können auch einfach mal nur sein.

So lautet dann meine Aufgabe für diese Woche: Seid 10 Minuten früher dran! Ob ihr das für alle Termine oder nur für die ganz wichtigen umsetzen wollt, bleibt euch überlassen. Selbst wenn ihr es nur ein einziges Mal schafft: Was geben euch die 10 Minuten? Wie erlebt ihr sie?


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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