24.05.2013

simplify zum Mitmachen: Muss bei euch alles "gesund" sein?


Vergangene Woche ging die Meldung durch die Medien, dass der Schauspielerin Angelina Jolie beide Brüste entfernt wurden. Nicht etwa, weil sie an Brustkrebs erkrankt war, sondern aus Angst, dass sie daran erkranken könnte! Ihre Angst sei nicht unbegründet, denn sie trage ein Gen in sich, dass das Krebsrisiko erhöhe.

Angesichts dessen frage ich mich, ob es ein Segen oder ein Fluch ist, dass wir über unsere Gesundheit heutzutage so gut Bescheid wissen. Vieles scheint erforscht. Ich weiß, dass ich die Kekse nicht zu dunkel backen darf. Dass die eine Sorte Zimt besser ist als die andere. Dass ich mit rohem Fleisch vorsichtig sein muss. Dass ich mich mit Radfahren fit halten kann. Oder dass Schwimmen gelenkschonender ist. Dass ich mir als Allergikerin abends die Haare waschen soll. Dass ausgiebiges Sonnenbaden Krebs verursachen kann. Dass Kinderspielzeug mit Vorsicht einzukaufen ist. Dass ein Gläschen Wein oder ein Tässchen Kaffee am Tag förderlich sind. Dass Bauchfett schlecht ist. Dass Knoblauch in Schuss hält. Dass Aloe Vera-Saft irgendwie toll ist. Dass Rückenprobleme vermeidbar wären. Dass körperliche Krankheiten mit der Psyche zu tun haben können. Dass frisches Obst und Gemüse supergesund sind. Dass zu viel Zucker, Fett und Salz krank machen. Stress und Sorgen auch. Rückstände von Pestiziden erst recht. Ach, was sag’ ich: Alles, was zu viel ist, macht krank!

Diese Liste könnte ich unendlich fortführen. Ich könnte mich auch fragen, was eigentlich gesund ist: Teile meines Körpers amputieren zu lassen, um dort nicht zu erkranken? Sport bis an die Leistungsgrenzen zu betreiben? Mich ganz normal zu ernähren? Oder alle Mahlzeiten nur noch unter dem Aspekt "gesund" zu gestalten?

Den einen macht das viele Wissen um unsere Gesundheit verrückt und spornt zu gesundheitlichen Höchstleistungen an, den anderen lässt es kalt. Dazwischen gibt es vermutlich viele Mischformen.

Meine Frage der Woche lautet: Muss bei euch alles „gesund“ sein?

Bei mir nicht. Dazu stehe ich. Beim Bäcker verlange ich das dunkelste Brot und die am meisten gebräunten Brötchen. Ich habe Glück: Davon ist immer etwas da! Süßigkeiten dürfen ruhig bunt und klebrig sein. Und Sport? Den betreibe ich höchstens passiv ... Dafür halte ich mich von starker Sonneneinstrahlung fern, vermeide Geschmacksverstärker und koche die meiste Zeit selbst. Ich würde sagen, ich bin ein Mischtyp, der seine Prioritäten setzt. Und irgendwie sehe ich nicht ein, von einer diffusen Angst oder einem vermeintlichen Risiko mein Leben bestimmen zu lassen. Auch hier gilt: Alles, was zu viel ist, ist kontraproduktiv ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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