12.02.2013

simplify zum Mitmachen: Selbsturteile für die Mülltonne


Diesmal war es gar nicht so einfach, eine passende Wochenaufgabe zu finden. Denn im Themenbereich Beziehungen geht es sprichwörtlich ans Eingemachte. Hier fällt es uns schwer, eben mal schnell eine Maßnahme umzusetzen. Vieles erfordert Zeit und die Muße, sich mit sich selbst und anderen auseinanderzusetzen.

Ich habe ein wenig gelesen, hatte aber von Anfang an eine Übung im Kopf, die sich auch nach dem Lesen noch in den Vordergrund drängte. Ziel der simplify-Pyramidenstufe „Beziehungen“ ist es in meinen Augen, hilfreiche und wertschätzende Beziehungen zu anderen Menschen zu pflegen – ob Partner, Kinder, Eltern, Freunde oder Kollegen. Doch jeder ist anders, jeder reagiert auf seine Weise, wir selbst eingeschlossen.

Deshalb macht es in meinen Augen am meisten Sinn, bei der Basis zu beginnen, um das besagte Ziel zu erreichen: bei sich selbst. Denn welche Beziehung wir zu uns selbst pflegen ist entscheidend dafür, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen und auskommen. Werten wir uns z.B. selbst ständig ab, werden wir diese Haltung auch andere spüren lassen: Wir erwarten (zu) viel von ihnen, kritisieren, nörgeln herum und so weiter.

So lautet dann die Aufgabe für diese Woche: Beobachtet euch und hört euch gut zu! Wann wertet ihr euch selbst ab? Vermeidet das – wenn es klappt noch im Moment des Aussprechens oder Denkens. Wer will, kann seine Selbstkritik auf einen Zettel schreiben, diesen zerknüllen und wegwerfen. Ich habe dafür eigens eine kleine Mülltonne bereitgestellt.

Damit es etwas anschaulicher wird, hier einige beliebte Abwertungen:

„Warum kriege ich nur nichts auf die Reihe?“

„Ich hab’ aber auch zwei linke Hände!“

„Jetzt war ich wieder so ungeduldig!“

„Mensch, bin ich schusselig!“

„Wie konnte ich nur so blöd sein?“

„Immer muss ich so dummes Zeug daherreden.“

„Ich kann einfach meinen Mund nicht halten!“

„Ich könnte mich kaputtärgern, weil ich ...“

Vermeidet sie, macht sie euch bewusst, sie bringen euch nicht weiter, sie schaden nur! Geht lieber freundlich mit euch um, erlaubt euch Fehler zu machen, erkennt sie an. Beim nächsten Mal könnt ihr es anders oder besser machen.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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