19.03.2012

So ein Giraffentanz!


Vorgestern fuhr ich als Beifahrerin in einem Wagen mit, in dem alles hoch technisiert war. Ich kam mir vor, als hätte ich eine Zeitreise in die Zukunft gemacht. Dass die Anschnallgurte sich nicht von selbst um mich herumlegten, war höchst verwunderlich. Der Fahrer erläuterte mir genau, was das Auto alles kann. Dann blieben wir stehen. Irgendein technischer Defekt. Der Fahrer wusste seinen Bordcomputer auszutricksen und schon konnten wir weiterfahren. Ich fragte mich indes laut, auf welchem Planeten ich eigentlich die ganze Zeit gelebt habe, dass so viel Technik an mir vorübergegangen ist ...

Mit meinem iPhone ergeht es mir ja so ähnlich. Ich schätze, dass ich 80 % seiner Funktionen gar nicht nutze. Doch eines muss ich diesen Smartphones lassen: Sie arbeiten ziemlich simplify. Sogar ich schaffe es, eine App aus dem Internet herunter und aufs iPhone draufzuladen. Der Grund, weshalb sogar ich das schaffe: Ich muss fast gar nichts machen! Einfach nur auf „kaufen“ klicken, mein iPhone mit meinem Rechner verbinden – und schon ist alles am rechten Ort. Faszinierend.

Am Wochenende war es nämlich soweit: Ich lud meine erste App aufs iPhone. Beim Recherchieren bin ich über die Giraffen-App „Empathie-Navigator“ gestolpert. Die Giraffe ist das Symbol für die Gewaltfreie Kommunikation, weil sie das Landtier mit dem größten Herzen ist. Die App mit ihrem Konterfei hilft dabei, sich über seine Gefühle und Bedürfnisse klar zu werden. Vor einigen Wochen schrieb ich ja bereits, wie schwer es mir fällt, Gefühle zu identifizieren, insbesondere die positiven. Und im Alltag geht es uns oft so, dass wir Dinge sagen, ohne unser Bedürfnis zu erkennen, das dahintersteckt.

Die Giraffen-App hält gute, schlechte Gefühle und Bedürfnisse bereit, unter denen ich das für mich Passende aussuchen kann – wann immer ich will. Meine Wahl lässt sich als Tagebucheintrag abspeichern. Nach einigen Tagen oder Wochen kann ich statistisch auswerten lassen, welche Gefühle und Bedürfnisse ich am häufigsten eingegeben habe. „So erhalten Sie nach einiger Zeit ein Profil, erkennen Zusammenhänge und können mögliche Veränderungen reflektieren“, schreibt der Verlag über sein Produkt.

Als ich die App entdeckte und die Produktinfo dazu las, dachte ich: „Ob das sinnvoll ist?“. Dann sah ich die Bewertungen und folgerte: „Wenn es mir auch in konkreten Situationen dabei hilft, Worte zu finden für das, was ich fühle, lohnt es sich!“ Mithilfe von kleinen Mindmaps kann ich meine Auswahl treffen. Die ersten Befindlichkeiten habe ich schon abgespeichert. Das ging leicht von der Hand!

Ich habe keine Ahnung, wie viele Apps pro Tag auf den Markt kommen – ich denke, es sind unzählige. Einige haben sicher das Potenzial, unseren Alltag zu vereinfachen. Kurios fand ich diese Idee: Eine Jogging-App, die einem das Gefühl gibt, von irgendwelchen Horrorgestalten gejagt zu werden. Nutzer berichten, dass sie dadurch tatsächlich zum Rennen angespornt würden ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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