17.04.2015

So sieht's aus, wenn Gerümpel sich tarnt


Zu Ostern zogen in der Nachbarschaft meiner Freundin zwei flotte Kinderfahrzeuge ein. Der Preis lag je Fahrzeug bei mehr als 200 Euro, wie mir die Freundin erzählte. Wir wunderten uns beide darüber, gilt die Familie doch als sehr konsumbewusst und sparsam. Mit „Gutes Spielzeug darf halt was kosten“ hakten wir das Thema ab.

Doch inzwischen haben wir erfahren, dass das Geld ganz simplify-taugliche Quellen hatte: Die Kinder hatten altes Spielzeug aussortiert und mithilfe der Mutter im Internet inseriert. Den Erlös von beachtlicher Summe stockten die Eltern noch etwas auf – und schon waren die Rennautos mit Fußantrieb finanziert!

Die ganze Aktion muss zwar zeitaufwändig gewesen sein, aber der Einsatz lohnte sich, wie man sieht. Und ich war schon fast dabei, meinen alten Fahrradanhänger zu verschenken, den ich am Wochenende aus der Scheune zerrte! Erst gestern bot ich einer Freundin einen Plastik-Duschvorhang an, in den sie Bilder ihrer Kinder einstecken kann. Geschenkt, versteht sich.

Ich sollte also etwas geschäftstüchtiger vorgehen, wenn ich Kinderstuhl, Rollschuhe und altes Spielzeug an den Mann, die Frau oder die Kinder bringe! Vielleicht delegiere ich das einfach an meine Tochter? Kinder in ihrem Alter haben schließlich ein großes Interesse daran, Geld einzunehmen.

Bevor es losgeht, gilt es erst einmal, den Blick fürs Überflüssige zu schärfen. Das verfügt nämlich über die Art von Tarnung, die wir aus der Tierwelt kennen:

  • Entweder das Überflüssige verschmilzt so mit der Umgebung, dass wir es nach gewisser Zeit überhaupt nicht mehr wahrnehmen. So wie mein Duschvorhang, den ich völlig bildleer erst wieder entdeckte, als ich den Schornsteinfeger darunter hindurch lassen musste. Vorher war er quasi unsichtbar für mich.
  • Oder das Gerümpel zieht sich das Deckmäntelchen anderer überflüssiger Gegenstände an, bevorzugt von solchen, die Gefahr aussenden: „Wenn du mich wegwirfst, passiert etwas Schlimmes! Du wirst es bereuen! Oder: Du halst dir jede Menge Arbeit damit auf!“

Diese Tarnungen sind extrem erfolgreich! Sie können dafür sorgen, dass wir täglich unser Gerümpel sehen und doch nicht sehen. Das sorgt für innere Konflikte, ganz klar! Am besten, ihr bestellt euch auch einen Schornsteinfeger, den ihr in die selten besuchten Winkel eurer Wohnung lassen müsst.

Oder ihr nutzt diesen guten alten simplify-Trick: Foto-Apparat auspacken, Bild vom Zimmer machen, Foto anschauen. Aufräumen. Denn ihr wisst ja: Auf Bildern sehen die getarnten Dinge plötzlich ganz anders aus!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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