30.11.2012

Sprengt die Fesseln!


Falls das hier jemand liest, der oder die mich zu Weihnachten beschenken möchte: Man schenke mir keinen Abreißkalender! Ich gehöre zu der Gruppe Kalenderbesitzer, die im November die Blätter für August, September und Oktober an einem Abend abreißt. So geschehen vorgestern. Meine Tochter war gerade mit dem Einschlafen beschäftigt, als sie nach draußen rief: „Mama, was macht da ständig so einen Krach?“ „Oh! Das bin ich! Ich reiße die Blätter von meinem Kalender ab!“

Immerhin: Den ein oder anderen guten simplify-Tipp erhasche ich beim Sammel-Abreißen und Schnell-Überfliegen noch. Außerdem habe ich dann wieder Notizzettel-Nachschub. Ich muss sagen, dass ich mit dieser Nutzungsmöglichkeit des Abreißkalenders äußerst zufrieden bin!

Aber nun zu dem, was ich in der zweiten September-Woche 2012 im simplify your time-Abreißkalender gefunden habe. Dort schreibt Lothar Seiwert: „Das World Wide Web lässt seine User eintauchen und gibt sie nicht so schnell wieder frei. Haben Sie schon einmal überlegt, wie viel Zeit Sie Tag für Tag im Internet verbringen?

Ja, das habe ich. Es gab eine Zeit, in der ich in einem Forum sehr aktiv war. Mehrmals während der Arbeitszeit (ich bin zum Glück meine eigene Chefin) schaute ich nach, ob es neue Beiträge gab, wer meine Beiträge kommentierte und so weiter. Am Abend saß ich wieder davor, um in der Anonymität des WWW zu kommunizieren. Teilweise ging es heiß her im Forum, weil es einige User geschickt verstanden, immer wieder zu provozieren und meine Energie an sie und ihre Postings zu verschwenden.

Die Lage spitzte sich immer weiter zu. Ich bemerkte selbst, wie schlecht es mir damit ging – vor allem auch damit, gar nicht mehr richtig ins Arbeiten zu kommen. Da ich immer vor dem Bildschirm sitze, war die Versuchung groß, mal eben im Forum vorbeizuschauen. Eines Tages machte ich dann einen fast radikalen Schnitt: Ich meldete mich unwiderruflich vom Forum ab. Die Zeit, die ich nun wieder frei zur Verfügung hatte, wollte ich auf Menschen verwenden, die mir lieb und vor allem persönlich bekannt sind. Mich selbst eingeschlossen.

Es dauerte ein paar Wochen, bis ich es geschafft hatte, mich vollends vom Forum zu lösen. In unregelmäßigen, noch häufigeren Abständen las ich mit. Doch dann war es mir irgendwann nicht mehr wichtig genug. Ich schaute vielleicht 1-mal im Monat auf die Themen.

Mir hat es gut getan, mich von dieser Fessel zu befreien. Wenn ich das Forum heute aufsuche, tue ich das (zeit)bewusst. Bitte nicht falsch verstehen: Dies ist kein Plädoyer für einen web-freien Alltag – damit würde ich diesen Blog, unser Forum und mich selbst überflüssig machen. Mir geht es eher um „ungesundes“, belastendes Engagement im Internet, von dem es sich lohnt zu befreien.

Wie wäre es stattdessen mit einem Abreißkalender? Dort stehen schlaue Sachen drin! Jeden Tag ein kleines Häppchen mit überschaubarem Zeitaufwand ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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