19.08.2015

Sterben Vorbilder aus?


Jeder zweite Bundesbürger hält Vorbilder für nicht mehr zeitgemäß, ergab eine repräsentative Umfrage der „Apotheken Umschau“.  80,1 % der Befragten orientieren sich lieber an Werten als an Personen und 75,3 % setzen eher auf ihre eigenen Erfahrungen. Wenn ich so darüber nachdenke, ob ich jemals ein Vorbild hatte oder ob ich noch eins habe, fällt mir spontan nur wenig dazu ein.

Einzig eine Frau, die mir während meiner Studentenzeit begegnete, erlebte ich vorbildhaft. Ich war ihr regelmäßig im Bus zur Uni begegnet. Sie hatte zwei kleine Kinder mit dabei, eines etwa zwei Jahre alt, eines vier. Mit einer Engelsgeduld beantwortete sie alle Fragen ihrer Töchter. Sie strahlte dabei eine Ruhe und Wärme aus, die mich beeindruckte.

Mein Wunsch war es, eines Tages eine ebensolche Mutter sein zu können. Vermutlich spürte ich damals schon, dass das für mich eine große Herausforderung sein würde. Und tatsächlich förderte das Mutterdasein irgendwelche Kräfte in mir zu Tage, die es mir nicht gerade einfach machten.

Wenn ich das so rückblickend betrachte, dann glaube ich, dass ein Vorbild einem das spiegeln kann, was in einem selbst steckt. Ressourcen und Fähigkeiten, derer wir uns gar nicht bewusst sind und an die wir vielleicht nicht glauben. Doch sie schlummern in uns, und durch die Identifikation mit unseren Vorbildern können sie aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen. Vielleicht sogar eines Tages bewusst gelebt und genutzt werden.

In der Bloggerszene gibt es aktuell eine Blogparade zum Thema Vorbilder. Wer will, kann dort mitmachen und seine eigenen Gedanken einbringen. Austragende dieser Parade ist unter anderem Carla Ortmann, die einen Blog zur Aufschieberitis mit Leben füllt. In den Kommentaren unter dem Aufruf findet ihr bereits einige lesenswerte Beiträge, von denen ich euch beispielhaft drei ausgewählt habe:

Vorbilder – meine Lieblingskollegin: Dieser Beitrag gefällt mir sehr gut, weil sich Jenny darin am Ende auch kritisch damit auseinander setzt, dass viele glauben, Vorbilder seien eher schädlich für uns.

Vorbilder: Hier findet ihr eine lustige Bildergeschichte, die erzählt, warum Gitte keine Vorbilder hat. Schön anzusehen und zu lesen! 

Vorbilder – Was wir von anderen lernen können: Jan erzählt, wie er Vorbilder und deren Fähigkeiten im Alltag nutzt – als App in seinem Innersten. Spannender, nachahmenswerter Ansatz!

Vielleicht ist unter euch auch noch der eine oder die andere Blogger/in? Die Vorbilder-Parade läuft noch bis zum 31. August!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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