29.11.2012

Stiefelknecht, gibt's dich noch?


Ein Wetter, wie wir es Anfang dieser Woche hier im Süden hatten, wünsche ich mir selten. Schon gar nicht als Mutter eines Waldkindergartenkindes. Denn je nach Beschäftigung in der Freispielzeit sind die Kinder dank des braunen Matsches kaum mehr voneinander zu unterscheiden. Am Montag sehnte ich deshalb ein altes Hilfsmittel herbei, das ich noch aus meiner Kindheit kenne: den Stiefelknecht.

Ob ihn heute noch jemand kennt? Reitende vielleicht, Landwirte, Hundebesitzer, Gärtner ... Der Stiefelknecht ist total simpel gebaut: Auf das schräggestellte Brett kommt ein Fuß als Stütze, in die Aussparung vorne wird der auszuziehende Stiefel oberhalb der Ferse angesetzt. Und ohne zu bücken hat man sich ruckzuck seines Stiefels (oder auch seiner Halbschuhe) entledigt. Ebenfalls von Vorteil: Die Hände bleiben sauber.

Damit komme ich auch wieder zu meiner Ausgangssituation: Mein Kind war voller Matsch, besonders die Schuhe und die Matschhose mit ihrem Gummizug, der unter der Sohle entlangläuft. Hinzu kam der Verdacht, dass eine Hunde-Hinterlassenschaft neben der nassen Erde am Schuh klebt. Ich wollte es tunlichst vermeiden, mit bloßen Fingern den Gummi unter der Sohle hervorzupuhlen, um erst die Schuhe und dann die Matschhose ausziehen zu können. Also gab es nur eine Lösung: Matschhose und Regenstiefel gleichzeitig abstreifen. Das wäre der Moment für einen Stiefelknecht gewesen! Ohne den stummen Helfer war es eine mühsame Aktion – und ich überlege mir wirklich, ob ich meiner Tochter nicht eines Tages den guten alten Knecht einmal vorstelle ...

Der Stiefelknecht ist übrigens relativ preisgünstig und, wie ihr hier z. B. bei amazon.de seht, schon unter 10 € zu haben!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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