21.11.2013

Tschüß Vergangenheit!


Weil es so schön passt diese Woche: Beerdigungsthema Nummer 4! Diesmal geht es um einen simplify-Tipp, der vor einiger Zeit in simplify daily erschien. Der Titel lautet „Vergangenheit beerdigen“:

"Ein sehr heilsames Ritual: Vergraben Sie etwas, das für Ihr altes Leben steht: die Briefe Ihres Ex-Partners, eine Zigarettenpackung (wenn Sie mit dem Rauchen aufhören), einen Schlüssel (als Zeichen für das Traumhaus, das Sie nie bauen werden). Der Hintergrund: Starke negative Gefühle (Zorn, Verachtung, Trauer) fesseln Sie an die Vergangenheit. Wenn Sie Ihr Leben dagegen mit Dankbarkeit betrachten können, werden Sie leichter frei. Drücken Sie Ihren Dank aus, indem Sie sich von einem Symbol für das Alte würdig verabschieden."

Der Ansatz ist einfach wunderbar: sich symbolisch von etwas Belastendem zu verabschieden und damit auch zu befreien. Manchmal ist es freilich nicht ganz so einfach, weil Vorarbeit vonnöten ist. Eine Freundin erzählte mir neulich von den Erlebnissen ihrer Schwester, die zum ersten Mal seit 55 Jahren ihre alte Heimat in Schlesien besucht hatte. Das Haus ihrer Eltern und Großeltern, die damals so vertraute Umgebung, der Garten hinterm Haus, das Grab des ältesten Bruders und und und. Erst als die Schwester vor dem ehemaligen Elternhaus stand, kamen alte Erinnerungen wieder. Danach konnte sie wochenlang nicht schlafen und ist nun auf der Suche nach einem Weg, sich von dieser Vergangenheit zu befreien. Als meine Freundin mir das erzählte, sie ist etwas jünger als ihre Schwester, sagte sie: „Ich muss das glaube ich auch machen, doch ich will nicht dorthin fahren.“ Ich antwortete ihr: „Ihr beiden habt die Vergangenheit sicher unterschiedlich erlebt und interpretiert. Du müsstest erst einmal für dich herausfinden, wie dich das alles im jetzigen Leben beeinflusst. Welche negativen Gefühle oder Probleme hängen mit damals zusammen?“ Erst nach diesem Bewusstwerden macht es in meinen Augen Sinn, über den Abschied nachzudenken.

Ich habe in den letzten Jahren schon einiges „beerdigt“: Manches habe ich wirklich an einer bestimmten Stelle vergraben, anderes habe ich verbrannt, wieder anderes einfach zerrissen und in die Mülltonne gegeben. Es wirkt, wenn man die Dinge würdigt und sich verabschiedet, weil nun einfach die Zeit dafür gekommen ist.

Morgen, ich verspreche es, geht es um ein erfreulicheres Thema. Zumindest für diejenigen, die sich noch ganz am Anfang befinden ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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