24.01.2012

Über ein langes Leben hinaus


Als ich heute mit dem Auto unterwegs war, hörte ich im Regionalradio einen Beitrag über Organspende. Anfang Januar veröffentlichte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ihr Statistik für das Jahr 2011: Die Zahl derjenigen, die nach ihrem Tod Organe gespendet und damit schwerkranken Menschen geholfen haben, ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent gesunken. 1.200 Organspenden konnten 2011 bundesweit durchgeführt werden. Das sind 96 Spender weniger als 2010.

Während der eine Radio-Moderator keine Probleme mit der Organspende hatte, sträubte sich der andere dagegen, dass nach seinem Tod Organe aus seinem Körper entnommen werden. Hörerinnen und Hörer waren dazu aufgerufen, Fragen zu stellen, was sie auch taten. Eine Frage war die nach der Altersbegrenzung: Können wir eigentlich in jedem Alter noch spenden? Die Antwort einer DSO-Sprecherin dazu lautete: Ja! Im Jahr 2010 sei die älteste Organspenderin 94 Jahre alt gewesen. Sie habe Nieren und Leber gespendet.

Weil ich sicher gehen will, dass ich die Angaben richtig verstanden habe, gebe ich „älteste Spenderin“ in meine Suchmaschine ein. Dort erfahre ich, dass die bisher älteste Spenderin 98 Jahre alt gewesen sein soll. Ob nun 94 oder 98 oder 89: Mir war das so nicht bewusst, und ich finde das erstaunlich. Es macht mich demütig. Eine Niere, die bereits 98 Jahre lang einwandfrei funktionierte, kann noch neues Leben schenken!

Apropos Leben: Eine weitere Gesundheitsmeldung überraschte mich heute. Die über Würmer und Alkohol (hier bei netdoktor.de nachzulesen). Ein klitzekleiner Fadenwurm lebt mitunter mehr als doppelt so lange, wenn er kleinste Mengen Alkohol verabreicht bekommt. Schön. Ein Fadenwurm. Doch dieser hat laut netdoktor.de etwas mit uns Menschen gemein: 50 Prozent der Gene, die das Erbgut der Würmer ausmachten, steckten auch im menschlichen Genom, heißt es. So ließe sich erklären, warum sich Alkohol in Maßen genossen positiv auf die menschliche Lebenserwartung auswirkt. Die Wirkung des Alkohols hatten die Wissenschaftler zufällig entdeckt, als sie über Cholesterin forschten.


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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