02.05.2016

Und dann kam die Ernüchterung ...


Seit ich erfahren habe, dass in den Pfingstferien ein geplantes Seminar ausfallen wird, mache ich mir Gedanken über ein Alternativprogramm. Am besten gefällt mir momentan: Ich widme mich intensiv meinem Haushalt und dem Thema Ordnung. Ständig begegne ich im Alltag Gegenständen oder Kleidungsstücken, die aussortiert werden müssten. Doch auch das will Struktur haben!

Zum Beispiel gibt es einen leichten Sommermantel, den ich nie getragen habe. Der war ziemlich teuer! Ihn einfach so zu wegzugeben, widerstrebt mir. Genauso geht es mir mit vielen anderen kleinen und großen Dingen. Nicht, dass ich damit das große Geld machen will oder werde. Doch einen kleinen Gegenwert dafür zu bekommen, fände ich angemessen.

Dieses Dilemma ist übrigens auch der Grund, weshalb sich in unseren vier Wänden mehr tummelt als mir lieb ist. Als ich die Tage mal wieder vor besagtem Sommermantel stand, kam mir eine Idee! Es gibt doch Menschen, die Dinge bei eBay verkaufen und dafür Provision bekommen!?

Eine Freundin hatte vor Jahren Kleider für mich verkauft, weil sie Zeit hatte und es ihr Freude machte. Das brachte diesen gewünschten Gegenwert ein und war für mich sehr unkompliziert. So machte ich mich vergangene Woche auf die Suche nach einem solchen eBay-kundigen Menschen.

Diejenigen, die das professionell betreiben, nennen sich Verkaufsagenten. Bei eBay gibt es eine entsprechende Suche nach Postleitzahl. In meiner Umgebung gibt es eine kleine Auswahl an Agenten. Ich schaute mir einige davon an – es gibt nicht viele, die den Verkauf von „alles Mögliche“ anbieten.

Schließlich wählte ich eine Nummer und rief den Verkaufsagenten an, der mir am meisten zusagte. Nach ein paar ausgetauschten Worten kam bei mir die Ernüchterung: Niemand will einen Sommermantel haben! Niemand will meinen Kleinkram verkaufen! Das meiste, dem ich bis vor kurzem noch einen Wert beimaß, ist für einen erfahrenen Verkäufer wertlos!

Mir fiel es wie Schuppen von den Augen! Wenn ich schon keine Zeit und Lust habe, meine hunderttausend Kleinigkeiten bei eBay anzubieten: Warum sollte das jemand anderes für mich tun, außer er bekommt unverhältnismäßig viel Geld dafür?

Ich bin auf dem Holzweg gewesen. Wenn ich einen Gegenwert erzielen kann, dann in Form von Dankbarkeit! Indem ich meine guten Sachen zum Sozialkaufhaus gebe, wo ich selbst hin und wieder Bücher, Spiele oder Kinderkleidung einkaufe. Auch ich bin dankbar über Sachen „wie neu“, die ich dort finden kann.

Gerade für Kleidung, selbst für kaum getragenen Designerfummel oder gute Neuware, sind bei eBay die Verkaufsaussichten schlecht. Mit „meinem“ Agenten bleibe ich dennoch in Kontakt. Denn das eine oder andere gute Stück wird er für mich anbieten!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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