17.08.2011

Und noch eine nette Netzwerk-Geschichte


Vorgestern klingelte mein Telefon. Die Nummer war mir unbekannt. „Guten Tag, Frau Herrmann“, kam es förmlich vom anderen Ende. Und dann der Name der Anruferin. „Ach, hallo Anna!“, sagte ich und freute mich wie ein Schneekönig, dass sie mich angerufen hatte. Anna war leicht verdutzt: „Dunja, bist du’s?“ Sie hatte nur aus Versehen meine Nummer gewählt.

Nichtsdestotrotz nutzten wir die Gelegenheit für einen 15-minütigen Plausch. Ich wollte Anna schon lange anrufen, habe es aber immer wieder verschoben. Man kennt das ja: Ist das letzte Gespräch sehr lange her, könnte das Telefonat eine Stunde dauern – und die hat man nur selten. Früher hatte ich mit Anna, die ebenfalls Freiberuflerin ist, viel zusammengearbeitet. Auch nach unserem gemeinsamen Kunden hielten wir noch den Kontakt aufrecht, bis er nach und nach versiegte.

Dann kam vor einiger Zeit eine Mail von ihr, dass sie mit ihrem Büro in die nächstgrößere Stadt umgezogen sei. Darauf sprach ich sie vorgestern an: „Und? Wo sitzt du jetzt?“ „Direkt in der Fußgängerzone!“, antwortete sie. „Gefällt es dir dort?“ „Ja, es ist toll“, sagte Anna, „vor allem lässt sich so prima Berufliches und Privates vermischen.“ Okay. Wie sie das jetzt meinte, war mir schleierhaft. Die meisten wollen Beruf und Privatleben trennen.

Bei ihr ist es umgekehrt, was ich gut verstehen kann, denn als Freiberuflerinnen sind wir doch mehr zeitlich gebunden als mit festen Arbeitszeiten in einer Firma. Aber warum hat die Fußgängerzone diesen speziellen Vorteil? „Haja, ganz viele Leute kommen mich hier besuchen, wenn sie gerade in der Stadt sind! So kann ich meine Freunde viel öfter sehen als vorher. Raus in den Vorort kam niemand.“

Anna hat mir früher schon immer gesagt, dass sie gerne mit ihrem Büro in die Stadt umziehen will. Ich konnte das nie nachvollziehen, weil sie in dem Gründerzentrum – wie ich fand – eine gute und günstige Lage hatte. Es gab dort viele andere Menschen in ihrem Alter mit ganz verschiedenen Tätigkeiten. Doch irgendetwas zog sie in die Stadt. Wie sich herausstellt, war das für sie eine richtige und gute Entscheidung, die sich wahrscheinlich auch positiv auf ihre Geschäftsentwicklung auswirkt.

Das ist eine schöne Geschichte, die zeigt, dass wir unseren Eingebungen vertrauen und folgen können.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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