09.10.2013

Und schon ist es Herbst


Nach den Sommerferien geht hier bei uns in Baden-Württemberg alles ganz schnell – unsere Ferien enden immer spät, im September: Es wird merklich Herbst. Im Haus wird’s ungemütlich kalt. Die Hühner sitzen schon abends um halb acht auf der Stange anstatt um neun Uhr. Ausgehöhlte und zu Fratzen geschnitzte Kürbisse schauen jeden an, der an Fenstersimsen, Treppenaufgängen oder Vorgärten vorbeigeht. In der Schule malen die Kinder ein Bild zu Erntedank. Am nächsten Tag dürfen sie die Ernte vom eigenen Garten oder Balkon mit zum Unterricht bringen.

Meine Kleine hatte Kastanien, Walnüsse, Äpfel und gelbe Bohnen in ihrem Täschchen. „Nur Sachen, die bei uns wachsen“ durften es sein. Na ja, die Tomaten haben inzwischen die Ohren oder Blätter hängen lassen. Über die Salatköpfe haben sich trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen die Hühner hergemacht. Und die letzten Himbeeren, die haben wir schnell selbst verspeist!

Am Wochenende gönnten wir uns ein Ernteerlebnis der besonderen Art: Wir machten uns auf zum Pilze sammeln. Aus dem ersten Waldstück, das wir angefahren hatten, trugen wir genau einen Pilz heraus. Entdeckt hat ihn meine Tochter: Ein 2-Euro-Stück-großer Maronen-Röhrling. Keiner weiß, wie sie das geschafft hat, denn ansonsten waren dort weit und breit keine uns bekannten essbaren Pilze zu sehen. Experimente wollten wir uns ersparen.

„Wir brauchen einen Nadelwald!“, sagte mein Freund, uns so wechselten wir unser Suchgebiet. Einmal querfeldein gelaufen – und schon entdeckten wir eine Marone nach der anderen. Handtellergroß! Unser aller Pilzsammler-Herz hatte Feuer gefangen. Nun ging es richtig los. Am späten Nachmittag saßen wir dann vor einem großen Berg Pilze, die wir nun zu verarbeiten hatten.

Wir sprachen über früher. Über Zeiten, in denen sich die Menschen nur von dem ernährten, was sie selbst anbauten oder sammelten. Einen Teil bekam das Vieh im Stall, der andere Teil diente dem eigenen Wohl. Ganze Dörfer durchstreiften die Wälder auf der Suche nach Pilzen! Wir sind gerade mal einem Pilzsammler begegnet.

Darum sind wir dankbar für das, was die Natur uns „einfach so“ schenkt. Auch wenn es eine vergleichsweise bescheidene Ernte war, die etwas Abwechslung in das bringt, was Discounter und Supermarkt zu bieten haben.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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