18.02.2012

Ungewolltes Gehirntraining


Manchmal bin ich stolz: Wenn mich jemand nach meiner Handy-Nummer fragt, weiß ich sie auswendig. Meine Telefonnummer von vor 10 Jahren habe ich heute noch genauso im Kopf wie die aktuelle. Neulich überraschte ich sogar mich selbst, als ich die Telefonnummer der Eltern meiner alten Studienfreundin noch aufsagen konnte. Und ja, auch meine Kontonummer kann ich wie aus dem Schlaf, inklusive Bankleitzahl.

Das könnte sich bald ändern, wenn „IBAN, die Schreckliche“ kommt. Na ja, so schrecklich soll sie hierzulande gar nicht werden, die International Bank Account Number für den fast grenzenlosen Zahlungsverkehr. Ich finde es schade, dass ich mein Gehirn umprogrammieren muss, auch wenn ich keine einzige Auslandsüberweisung tätige. Aber was soll’s! Ein Kolumnist der ZEIT schrieb im Dezember treffenderweise: „Die neuen Kontonummern sind lang, aber ein preiswertes Gehirntraining“. Dieser Gedanke ist wirklich simplify! Die IBAN zu behalten traue ich mir durchaus zu, besteht sie doch nach wie vor aus Kontonummer und Bankleitzahl plus diverser weiterer Schlüssel. Was ich dagegen von der BIC (der Business/Bank Identifier Code) zu erwarten habe, bleibt noch offen für mich. Zum Glück fällt diese internationale Bankleitzahl wieder weg, vermutlich bevor ich sie verinnerlicht habe ...

Doch das ist nicht die einzige „Vereinfachung“, die es für uns Bankkunden geben wird: Eine existiert seit diesem Jahr schon: Überweisungen landen schneller auf dem Zielkonto, vor allem wenn sie online getätigt werden. Während ich für ebay-Verkäufe früher locker eine Woche warten musste, bis das Geld von einer fremden Bank auf meinem Konto war, reicht mir heute kaum mehr ein Augenaufschlag: Schwups ist das Geld da! Mir kommt das sehr entgegen, da sich (Bank-)Geschäfte schneller abwickeln lassen. Nur einen Zahlendreher, den sollte ich besser nicht einbauen. Denn Geld zurückzuholen wird bei diesem Tempo etwas schwieriger. Da steuert IBAN, die Schreckliche wieder dagegen: Die Prüfziffer am Anfang ergibt sich aus den anderen Zahlen. Wer sich vertippt, der kann künftig nicht mehr überweisen.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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