27.06.2013

Unter die Müllsparer gegangen


Manchmal ist es aufschlussreich, einen direkten Vergleich zu haben. So wie beim Müll. Früher dachte ich stets, unser Müllaufkommen sei hoch. Wir wohnten in einem Dreifamilienhaus, und die Restmülltonne war zweiwöchentlich chronisch überfüllt. Mir graute es vor der Melonen-, Ananas- oder Orangen-Saison, denn diese Früchte verursachen eine Menge Abfall. Kompostieren war – ohne Garten – schwer möglich.

Übrigens sind das genau die Abfälle, die unsere Kilogramm, die wir jährlich an Lebensmitteln wegschmeißen, so in die Höhe klettern lassen. Das beschreiben die Macher der „Unstatistik des Monats vom 29.1.2013“. Jeder deutsche Verbraucher werfe im Durchschnitt jedes Jahr 83 Kilogramm Lebensmittel auf den Müll. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich aber ein großer Teil dieser weggeworfenen 83 Kilogramm als unvermeidbarer oder teilweise unvermeidbarer Abfall wie beispielsweise Brotrinden oder Apfelschalen. Nur 38 Kilogramm der von den Verbrauchern weggeworfenen Lebensmittel waren laut einer Studie definitiv vermeidbar.

Das nur am Rande. Ich persönlich bin nach meinem Umzug in Haus mit Garten unter die Müllsparer gegangen. Nicht, dass ich weniger wegwerfe als vorher. Nein, mein Müll verteilt sich nur anders. Das Wenigste landet im Restmüll. Das führt dazu, dass wir immer eine Leerung überspringen, ohne die Tonnenkapazität zu sprengen. Es beflügelt mich richtig, bei jeder Tüte Abfall in eine immer noch „leere“ Tonne zu schauen! Schließlich sparen wir damit auch Geld.

Lebensmittelreste, wie altes Brot, Apfelgehäuse, Melonenschalen oder Gurkenenden, landen inzwischen bei unseren Hühnern, die sich mächtig darüber freuen. Doch auch die lassen die Brotrinde und Außenhülle der Melone übrig ... Frische Lebensmittel, die bereits verdorben sind, werfe ich gleich auf den Komposthaufen. Dieser war bereits vor unseren Hühnern sehr aufnahmebereit.

So bin ich inzwischen mit unserer Müllbilanz sehr zufrieden. Und das, obwohl sich am Abfallaufkommen selbst nichts verändert hat.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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