05.08.2011

Verliebt, verheiratet, geschieden


Meine Freundin Martina will sich scheiden lassen, erzählte sie mir. Sie und ihr Mann gingen sich seit Monaten aus dem Weg. Sie redeten nur noch das Nötigste. Als wir uns das letzte Mal sahen, zeichnete sich schon so etwas ab, nun ist es spruchreif. Schade.

Beziehungen scheinen leider allzu oft aussichtslos zu sein, gerade dann, wenn Funkstille herrscht. Es ist, als ob jede Regung oder jeder Versuch, das Ruder herumzureißen, den anderen nur noch weiter wegtreibt. Ich habe einmal von Alexa – in einer völlig anderen Situation – das Buch „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“ in die Hand gedrückt bekommen. Mich hat es ein unbeschreiblich großes Stück weitergebracht. Seither empfehle ich es allen, die sich gerade getrennt haben oder sich mitten in diesem Prozess befinden.

Es ist weniger ein Ratgeber, der einen Schritt nach dem anderen vorgibt. Es ist vielmehr ein Erfahrungsbericht, der vieles in einem selbst anzustoßen vermag. Dass wir uns selbst lieben müssen, ist nichts Neues. Dass wir jeden heiraten könnten, na ja, ich verstehe mittlerweile, wie es gemeint ist. Das Buch regt an, über sich selbst zu reflektieren.

Ich habe daraus eine Übung übernommen, die ich hin und wieder gerne mache. Auch Martina habe ich sie empfohlen, weil sie mir aufzählte, was ihr Mann in ihren Augen alles versäumt: Ich liste alles auf, was mich an meinem Partner stört (das kann übrigens auch der Chef, die Mutter, der Vater oder eine andere Person sein, mit der wir in Beziehung stehen), z. B.: „Er nimmt mich überhaupt nicht wahr.“ Oder: „Er sorgt sich nicht um mich.“ Dann gehe ich hin und ersetze das Er/Sie oder den Namen durch "Ich" oder meinen eigenen Namen. Das ergibt Folgendes: „Ich nehme mich überhaupt nicht wahr.“ Oder: „Ich sorge mich nicht um mich.“ Das könnte z. B. bedeuten, dass ich mich selbst vernachlässige und mich ruhig mehr meinen eigenen Bedürfnissen widmen darf.

Diese Übung führt manchmal zu erstaunlichen Einsichten. Daran kann ich arbeiten, weil es mich selbst betrifft. Dadurch kann sich auch in der Beziehung zueinander etwas verändern.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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