30.06.2014

Vom Trampelpfad zum eigenen Weg


Franz Kafka soll gesagt haben: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Als ich dieses Zitat in der vergangenen Woche per E-Mail bekam, dachte ich sogleich darüber nach. Denn Wege scheinen zurzeit mein Thema zu sein. Verschlungene Wege, Umwege, Irrwege, breite Straßen und so weiter. Es ist richtig, was Kafka sagt, ich beobachte das in meinem Garten: Die Laufwege der Hühner sind daran zu erkennen, dass das Gras an dieser Stelle nicht so hoch wächst wie darum herum. Unser Weg vorbei an den Himbeeren hin zur Wassertonne bleibt ebenfalls länger frei von hohen Unkräutern, weil wir ihn täglich gehen.

Und schon ist ein Weg vorhanden. Automatisch würde man als Fremder einem solchen Pfad folgen. So kommt es, dass im Laufe der Zeit und der Entwicklung einer Gesellschaft ganz viele Menschen auf immer denselben Wegen gehen. Die sind da, die sind einfacher, die geht man eben.

Wenn wir uns jetzt vorstellen, jemand stünde vor einer Landschaft, die völlig überwuchert ist, wo kein Weg sichtbar ist: Hier einen Weg einzuschlagen, könnte schwierig werden. Ungemütlich. Mit Risiken behaftet. Nur unter Mühen zu realisieren. Möglicherweise mit Umwegen. Doch wenn es einer schafft, kann ein neuer Weg entstehen. Tausende von Ratgeber-Büchern handeln davon, dass jemand einen neuen Weg geschaffen hat. Inzwischen gehen ihn auch andere Menschen, nicht mehr nur der Autor selbst.

Mir machte es Freude, über Kafkas Zitat nachzudenken. Es ermutigt mich. Ich habe die Wahl: Ich kann einen Weg gehen, der schon entstanden und bekannt ist. Ich kann genauso einen neuen Weg gehen. Ich kann meinen eigenen, persönlichen Weg wählen. Wichtig ist dabei nur eines: dass ich es annehmen und respektieren kann – egal, wie meine Wahl ausfällt!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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